Neue Amtsperiode
Das Stimmvolk wechselt den Gemeinderat Hausen vollständig aus

Mit dem Parteilosen Kurt Schneider und Stefano Potenza (FDP) als Vizeammann steht die Zusammensetzung für die neue Legislatur fest.

Claudia Meier
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Der Parteilose Kurt Schneider hat den fünften Gemeinderatssitz geholt.

Der Parteilose Kurt Schneider hat den fünften Gemeinderatssitz geholt.

Bild: zvg/Bruno Kissling

Nach dem Paukenschlag Mitte Juni hatte die Wählerschaft von Hausen am Wochenende noch den fünften Gemeinderat und den Vizeammann zu wählen. Zur Erinnerung: Im ersten Wahlgang schafften mit den beiden FDPlern Manuela Obrist und Stefano Potenza sowie den beiden Parteilosen Andreas Arrigoni und Lukas Bucher gleich vier Neue den Sprung in die Exekutive. Andreas Arrigoni wurde gleichzeitig zum neuen Gemeindeammann für die kommende Amtsperiode gewählt. Der bisherige Ammann Eugen Bless hatte das Nachsehen.

Erst als klar war, dass Bless nicht mehr als Kandidat zum zweiten Wahlgang antritt, brachte ein überparteiliches Komitee Kurt Schneider ins Spiel. Als ehemaliger Leiter der Abteilung Bau und Planung der Gemeinde Windisch sowie als späterer Leiter der Stadtentwicklung von Aarau und als heutiger Stadtbaumeister von Olten bringt Schneider in Sachen Raumplanung viel Fachwissen mit, das derzeit mit der Revision der Bau- und Nutzungsordnung sowie der Arealentwicklung beim Campus Reichhold besonders gefragt ist.

SP und SVP gehen leer aus bei den Gesamterneuerungswahlen

Nach zahleichen Leserbriefen zu Gunsten von Kurt Schneider war die Wahl des 52-jährigen Parteilosen absehbar. Schneider holte 590 Stimmen. Die beiden bisherigen SVP-Gemeinderätinnen Tonja Kaufmann und Sabine Rickli konnten mit 357 respektive 101 Stimmen deutlich weniger Wähler für sich gewinnen, obwohl beide Frauen im Vorfeld noch Werbung in eigener Sache machten. Im Gespräch wollte auch SP-Kandidat Urs Weilenmann bleiben, der nochmals zur Wahl antrat, obwohl er im ersten Wahlgang das Schlusslicht der neun Kandidierenden bildete.

Dass es mit der Wahl – trotz nicht ganz eindeutiger Ausgangslage – so gut geklappt hat, freut Kurt Schneider. Er spricht von einem schönen Vertrauensbeweis. Zusammen mit Freunden und Bekannten stiess er am Sonntagnachmittag beim Schuhmacherhäusli vor dem Dahlihaus auf sein neues Amt an.

Kurt Schneider geht für das Gemeinderatsamt von einem 10%-Pensum aus. An seiner 100%-Anstellung bei der Stadt Olten ändere das nichts, sagt er. Seine Arbeitgeberin unterstütze Leute in öffentlichen Ämtern. Und natürlich werde er in den nächsten vier Jahren auch einen Teil seiner Freizeit für die Regierungsarbeit einsetzen.