Hausen
Neubau-Pläne der Stiftung Domino nehmen wieder Fahrt auf

Der Kanton gibt die Phase «Vorprojekt» für ein neues Wohnheim in Hausen frei – die Stiftung Domino hofft, dass Gebäude 2022 in Betrieb nehmen zu können.

Michael Hunziker
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Blick in die grosszügige Werkstatt mit dem Bereich Elektromontage: Hier werden derzeit Lüfter zusammengesetzt.

Blick in die grosszügige Werkstatt mit dem Bereich Elektromontage: Hier werden derzeit Lüfter zusammengesetzt.

Michael Hunziker

Mit erfreulichen Neuigkeiten kann die Stiftung Domino aufwarten. Die Jahresrechnung schliesst positiv ab und das Projekt für ein neues Wohnheim kommt wieder in Schwung. An der gestrigen Jahresmedienkonferenz in Hausen informiert haben: Peter Müller, Präsident Stiftungsrat; Jörg Hunn, Präsident Betriebskommission; Rainer Hartmann, Geschäftsführer; Peter Schmidlin, Präsident Baukommission.

Letzterer erinnerte an die Geschichte des geplanten Neubaus. Ende Juli 2014 wurde – als erster Meilenstein – der Projektwettbewerb lanciert, im November des gleichen Jahres fand die Jurierung statt. Das Rennen machte das Projekt «Minka» der Metron Architektur AG aus Brugg. Vorgesehen ist der Neubau gleich nordwestlich des bestehenden Wohnheims. Unterirdisch sind die beiden Gebäude miteinander verbunden.

Entstehen werden, lautet die Absicht, 20 betreute Wohnplätze, 5 Wohnplätze mit integrierter Beschäftigung sowie 22 Atelierplätze. Im Februar 2015 wurde das Wettbewerbsprojekt dem Kanton zur Genehmigung eingeben. Die Grobkostenrechnung ging von 10,6 Mio. Franken aus. Ziel sei es gewesen, 2016 mit dem Bau beginnen zu können, führte Schmidlin aus. «Daraus wurde aber nichts.»

Wartezeit von drei Jahren

Denn der Kanton verfügte just zu diesem Zeitpunkt eine Überprüfung aller Wohn- und Beschäftigungsplätze im Aargau und erliess aus Spargründen – unter anderem – ein Moratorium. «Für uns ist nun eine Wartezeit von drei Jahren entstanden», so der Präsident der Baukommission.

In diesem Jahr nun hat der Kanton die Phase «Vorprojekt» freigegeben. Davon habe die Stiftung Domino erfreut Kenntnis genommen und mit der Metron Architektur AG bereits die Weiterbearbeitung in die Wege geleitet, fuhr Schmidlin fort. Am bestehenden Projekt müssten nur kleinere Anpassungen vorgenommen werden, die sich gut umsetzen lassen.

Schmidlin äusserte sich glücklich, dass es wieder vorwärtsgeht. «Wir hoffen nun, dass uns keine weiteren Steine in den Weg gelegt werden, sodass wir im Jahr 2022 das neue Wohnheim mit einem tollen Eröffnungsfest in Betrieb nehmen können.»

Gewinn statt schwarze Null

Erfolgreich war das 2017 auch in finanzieller Hinsicht. Das Budget rechnete mit einer schwarzen Null, erzielt wurde ein Gewinn von 122 000 Franken. Ausschlaggebend für das gute Ergebnis ist laut Jörg Hunn die hohe Auslastung sowie die Erträge aus der Produktion und den Dienstleistungen.

Der Präsident der Betriebskommission hob besonders die externe Hauswartung hervor, die boome. Und trotz der guten Ergebnisse, fügte er an, werden neue Geschäftsfelder entwickelt. «In den Bereichen Elektro, Montage, Geschenke und Lebensmittel konnten bereits Projekte umgesetzt werden.»

Auch der Spendenertrag war – vor allem dank zwei grosszügigen Erbschaften – deutlich höher als in den Vorjahren und beträgt brutto 768 000 Franken. Unter anderem vermachte der Brugger Heinz Stäuble der Stiftung Domino sein Haus und sein künstlerisches Werk. Die Spenden werden nicht zur Finanzierung des Betriebs verwendet, sondern für besondere Aktivitäten und Veranstaltungen, hielt Hunn fest.

Auch diene das Geld für besondere Investitionen wie das geplante neue Wohnheim oder die Sanierung des Cafés und Shops Mikado in Windisch, die vor rund drei Wochen begonnen hat. Die Stiftung Domino ist schuldenfrei, das Eigenkapital beläuft sich auf rund 9,2 Mio. Franken.

Zurück zu Heinz Stäuble: Peter Müller wies darauf hin, dass vom 1. bis 10. Juni unter dem Titel «The Best of Stan» eine Retrospektive durchgeführt wird im Trafohüsli an der Habsburgerstrasse 57 in Brugg. Ein Teil der Werke ist verkäuflich, der Erlös kommt der Stiftung Domino zugute.

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