Vor zwei Wochen hat die Interessengemeinschaft «Attraktives Riniken» (IG ARI) allen Haushaltungen in Riniken einen Flyer verteilt. Sie lädt zu einem Filmabend mit dem Schweizer Dokumentarfilmer Edgar Hagen ein.

Laut ARI überstürzen sich die Ereignisse derzeit. Nach dem Start der dritten Etappe des «Sachplanverfahrens Geologisches Tiefenlager» im Januar wird es sehr konkret für die Region Bözberg und das Dorf Riniken. Das Bundesamt für Energie (BFE) hat die Bewilligung für die Sondierbohrung in Effingen erteilt. In Riniken wird der Entscheid demnächst erwartet. Noch seien die Verhandlungen mit der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) wegen des geplanten Bohrturmes im Krähtal Riniken nicht abgeschlossen, schon werden neue Pläne bekannt, schreibt die IG.

ARI habe in Erfahrung gebracht, dass die Nagra Riniken als Haupterschliessungsstandort (direkt unter dem Dorf) festgelegt hat und die Nebenerschliessungsanlagen für das Endlager in Riniken bauen will. Sollten die Atomabfälle im Gebiet Jura Ost zu liegen kommen, werde wohl je ein Belüftungs- und ein zusätzlicher Betriebsschacht in Riniken gebaut und betrieben werden. Zu entnehmen ist diese Information dem BFE-Blogeintrag vom 1. Februar.

Sich mit dem Thema Endlager auseinanderzusetzen, übersteigt laut ARI das Vorstellungsvermögen. Filmer Hagen hat sich diesem Thema gestellt und wollte wissen, wo der sicherste Ort der Erde ist. Er begleitete den Atomendlager-Spezialisten Charles McCombie durch die ganze Welt. Auf dieser Reise kam er auch in den Aargau und auf den Bözberg.

Weil ARI das Thema Sicherheit nicht der Nagra überlassen will, organisiert die IG am Freitag, 22. März, um 19 Uhr im kirchlichen Zentrum Lee in Riniken einen Film- und Diskussionsabend mit dem Schweizer Dokumentarfilmer. An diesem Abend wird ARI auch die auf dem Blog des BFE dargestellte Karte erklären. (AZ)