Festival in Riniken

Naturmandala, Yoga und Schere-Stein-Papier: Programm am «kleinLaut» ist so vielfältig wie die Musik

Zum dritten Mal ist das «kleinLaut»-Festival über die Bühne gegangen. Das Rahmenprogramm ist so vielfältig wie die Musik.

«Für mich ist das Schere-Stein-Papier Turnier immer ein kleines Highlight», sagt Selina Mbijavanga. Sie ist ein Mitglied des OK des «kleinLaut»-Festivals, das seit drei Jahren in Riniken stattfindet. «Wir wollen ein Festival für Gross und Klein sein, bei dem jeder auf seine Kosten kommt», erklärt sie. Deshalb gibts neben Musik eben auch ein äusserst vielfältiges Rahmenprogramm – das Schere-Stein-Papier-Turnier gehört dazu. «Jetzt stellen sich alle im Kreis auf», ruft Tobias Zanin, Mitglied des OK des «kleinLaut».

«Der Verlierer wird nach der ersten Runde der grösste Fan des Gewinners, der gegen einen anderen Gewinner spielt. Nach einer Runde habt ihr einen Fan, nach der zweiten Runde habt ihr schon drei grösste Fans und so weiter.» Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Nach kurzer Zeit werden die Runden-Sieger von ihren Fans bejubelt. Am Ende steht Arielle Graf als Gesamtsiegerin fest. Danach zerstreut sich die kleine Menge und verteilt sich auf das Festivalgelände, auf dem eine Bar in Schiffform steht, eine Auswahl aus regionalem Essen die Gäste erwartet oder viele Liegestühle, die einladen, das Treiben zu beobachten.

«‹Für eine Schweizer Band ist das ein guter Song.› Diesen Satz hört man häufig. Wir wollen mit unserem Festival auch die Vorurteile gegen Schweizer Musik abbauen», sagt Selina Mbijavanga. Die Bühne ist am Freitag für Schweizer Bands reserviert wie «Gaia» oder «All XS». Am Samstag dürfen auch internationale Musiker auf die Bühne, etwa «Austronautalis» aus den USA oder «Phoria» aus England. Mbijavanga sagt dazu: «Von Hip-Hop bis zu Rockabilly ist alles dabei. Aber dieser Stilmix passt zu uns.»

Yoga und Naturmandalas

Neben einem vielfältigen Musikprogramm hat das Festival einiges zu bieten. Die Besucher können ganz entspannt Yoga machen, während auf der Bühne die Peacocks aus Winterthur die Zuhörer mit ihrem Punk-Rocka-Psychobilly zum Tanzen bringen. Auch kreative Festivalgäste kommen nicht zu kurz: Am Samstagmorgen können sie aus allem, was der Wald zu bieten hat, Naturmandalas herstellen und damit das Festivalgelände verschönern. Fast stündlich gibt es etwas Neues zu sehen oder zu tun für die Besucher.

Rock und Yoga: Wie das zusammen geht, zeigt das Kleinlaut-Festival.

Rock und Yoga: Wie das zusammen geht, zeigt das Kleinlaut-Festival.

«Wir sind ein ungewöhnlich grosses Team mit vielen interessanten Ideen. Das ist sicher ein Grund, warum unser Festival so bunt daherkommt», sagt Tobias Zanin. Ein gutes Beispiel für die vielen Ideen des Festivalteams ist das begehbare Programm: Mitten auf dem Gelände steht ein kleiner Haufen Möbel, die wild aufeinandergestapelt sind. Die Besucher können die Schubladen öffnen und darin stöbern und mehr über die Acts und das Festival erfahren. «Vieles machen wir einfach mal und schauen, wie es ankommt. Das ist das Tolle daran, an einem kleinen Festival mitzuarbeiten: Man kann sich frei entfalten», sagt Selina Mbijavanga.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1