Bözberg

«Nationale Volldeppen»: Hitzige Internet-Debatte über Adress-Streit

Der Bözberger Adress-Streit wird zur nationalen Debatte im Internet.

Der Bözberger Adress-Streit wird zur nationalen Debatte im Internet.

Seit die «NZZ» und «20 Minuten» den Adress-Streit thematisiert haben, diskutiert die ganze Deutschschweiz mit. «Wenn man keine anderen Probleme hat...» heisst es in vielen Kommentaren.

«Ihr habt es geschafft. Wir sind nun definitiv die Nationalen Volldeppen 2013», schrieb R. S. dem Initiativkomitee «Unsere Adressen behalten» in einem E-Mail und stellte eine Kopie auf die Seite der offenen Facebook-Gruppe «5225 Bözberg!».

Am Montag publizierte die «NZZ» den Artikel «Die üblen Nachwehen einer Gemeindefusion» und am Montagabend doppelte «20 Minuten online» mit dem Artikel «Aargauer Bürger wehren sich gegen neue Adressen» nach. Dann ging im Internet eine hitzige Debatte los, welche innert weniger Stunden bei 20 Minuten 144 Kommentare generierte. Die Reaktionen fielen ganz unterschiedlich aus und reichten von absoluter Empörung, über Unverständnis und Beispiele von anderen Gemeindefusionen bis zum Aufruf, sich gegen die neuen Adressen zu wehren.

C. berichtete vom «Paradebeispiel Glarus», wo an der Landsgemeinde 2006 beschlossen wurde, 26 Gemeinden zu 3 Gemeinden zu fusionieren. Die neuen Adressen seien problemlos akzeptiert worden.
Unter dem Titel «Seldwyla lässt grüssen» schrieb H. M.: «Das muss eine wirklich glückliche Gemeinde sein, wenn sie sonst keine anderen Probleme hat. Und wenn man keine Probleme hat, schafft man sich halt selber welche. Dann hat man seinen Enkelkindern etwas zu erzählen ...»

Paradebeispiel schlechter Kommunikation

Dass der Ortsteil Linn früher eine eigene Postleitzahl hatte, veranlasste einen anonymen Schreiber zu folgendem Eintrag: «Haha. Vor allem leben in diesem Dorf etwa 100 Personen. Ich frage mich; warum Linn überhaupt eine eigene Postleitzahl bekommen hat. Sie haben sicher nicht einmal eine Post!»

Warnende Worte kamen von F. H.: «Passt auf, in Bühler AR läuft der gleiche Adress-Streit seit Jahren!» R. K. fasste die Geschichte so zusammen: «Ein Paradebeispiel an schlechter Kommunikation.» Und auf Facebook kommentierte M. S.: «Ich bin froh, dass ich nicht mehr auf dem Bözberg wohne. Solange das hier das grösste Problem ist, welches die Leute haben, können sie froh sein. Altmodisch sind die Bözberger!»

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