Corona-Virus

Nachfrage nach Kinderbetreuung an den Schulen im Bezirk Brugg ist gering

Schulanlage Dohlenzelg in Windisch – aktuell werden hier nur wenige Kinder betreut. (Archiv)

Schulanlage Dohlenzelg in Windisch – aktuell werden hier nur wenige Kinder betreut. (Archiv)

Von den Schulen im Bezirk Brugg musste sich die Schule Windisch um die grösste Anzahl Kinder kümmern.

Der Bundesrat ordnete am Freitag die Schliessung sämtlicher Schulen an. Daraufhin verpflichtete der Kanton Aargau die Schulen dazu, ein Betreuungsangebot für Kinder zu organisieren, für die keine anderweitige Betreuungsmöglichkeit gefunden werden kann. Gestern starteten die ersten Schulen mit einem solchen Angebot.

Die Resonanz darauf war allerdings bescheiden, wie eine Umfrage der AZ im Bezirk Brugg zeigt. Für die Schulleiter war es indes eine Herkules-Aufgabe, innerhalb kürzester Zeit ein solches Angebot auf die Beine zu stellen. In der Gemeinde Schinznach etwa besuchen 165 Kinder die Primarschule. Keines davon machte gestern Montag von diesem neuen Angebot Gebrauch, wie Schulleiterin Annina Clavadetscher bestätigt.

In Villigen, wo erst heute Dienstag ein Angebot zur Verfügung steht, sieht die Situation gleich aus. «Bis Montagmittag haben wir keine Anmeldungen erhalten», sagt Schulleiter Koni Burger. 162 Schüler besuchen die Primarschule und den Kindergarten Villigen. Die Lehrpersonen werden vor Ort sein und stehen Eltern und betreuenden Personen per Telefon und E-Mail zur Verfügung. «Es wäre den übrigen Arbeitnehmern gegenüber nicht fair, den Lehrern frei zu geben und das bei vollem Lohn», sagt Koni Burger. Die Schüler werden Hausaufgaben erhalten, die allerdings nicht als solche bezeichnet werden dürfen, sondern Hinweise für freiwilliges und selbstständiges Arbeiten genannt werden. Die Lehrer werden damit beschäftigt sein, die Aufgaben für die Schüler vorzubereiten, zu korrigieren und nebenbei das Jugendfest vorzubereiten, das am 13. und 14. Juni stattfinden soll. Auch an der Schule Bözberg wird ein Beschäftigungskonzept erarbeitet. Laut Schulleiter Markus Lang hatte die Schule gestern Montag zwei Kinder von der Mittelstufe zu betreuen. Die Anmeldung für den Betreuungsbedarf läuft heute Dienstag ab.

Windisch: 25 Kinder betreut 

Von insgesamt 1100 Kindern wurden gestern an der Schule Windisch rund 25 betreut – verteilt auf alle Schulstandorte, wie Schulpflegepräsidentin Isabelle Bechtel sagt. Das Anmeldeverfahren habe gut funktioniert. Nur zwei Schulkinder seien unangemeldet erschienen.

«Von knapp 300 Schülern haben am Montag 13 das Betreuungsangebot wahrgenommen. Zusammen mit der Tagesstruktur konnten die Lehrer die Betreuung gewährleisten», sagt Lupfigs Gesamtschulleiter Jürg Baur. Die Schule Lupfig erwartet in den kommenden Tagen eine leichte Steigerung. In Birr nahmen am ersten Tag von insgesamt 603 Schülern – Kindergarten bis Oberstufe – weniger als zehn das schulinterne Betreuungsangebot in Anspruch.

Die Schule Brugg schrieb gestern Abend in einer Mitteilung: «Das Angebot der Betreuung haben am Montag 17 Schulkinder vom Kindergarten bis 6. Klasse genutzt. An den drei Oberstufenstandorten blieben alle Schüler zu Hause.» Die Kinder hätten gelesen, gebastelt, gesungen, gemalt und gespielt.

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