Einen regelrechten Hindernisparcours haben die Dorfladen-Kunden in Riniken absolvieren müssen. Mühsam, unbequem und gefährlich sei die Situation, sagten einige gegenüber dem Fernsehsender Tele M1.

Die letzten Jahre war ihnen die Durchfahrt über das angrenzende Areal des ehemaligen Restaurants Hirschen erlaubt. Genau diesen Durchgang hatte der private Grundeigentümer während rund einer Woche gesperrt.   

Schwierig für Lieferanten

Anders ausgedrückt: Wegen dieses Fahrverbots lag der Dorfladen in einer Sackgasse. Die Zu- und Wegfahrt erfolgte nur noch über dasjenige Strässchen, das in spitzem Winkel in die Hauptstrasse mündet. Prekär war die Lage vor allem auch für die Lieferanten: Die Lastwagen mussten nach der Anlieferung rückwärts auf die Hauptstrasse einbiegen.

Die Gemeinde habe zwar ein Interesse daran, dass die Leute zu- und wegfahren können, sagte Vizeammann Beatrice Bürgi am Sonntag zu Tele M1. «Der Volg ist eine Lebensader für uns.» Aber der Gemeinde seien die Hände gebunden, da sich die Strassen zum grössten Teil auf privatem Grund befinden. Warum der Anwohner das Fahrverbot aufgestellt hat, wusste Beatrice Bürgi nicht. Offen blieb auch die Frage, ob das Fahrverbot rechtens ist. Denn für den Volg-Laden bestehe ein Wegrecht.

Entwarnung am Montag

Tatsächlich: Weil die Verbotsschilder nie bewilligt wurden, konnten sie nun weggeräumt werden. «Durchfahrt beim Hirschenplatz wieder möglich!», hiess es am Montag auf der Website der Gemeinde.

Riniken lässt Fahrverbotstafeln vor Volg räumen

Riniken lässt Fahrverbotstafeln vor Volg räumen

Ein Anwohner stellte ohne Bewilligung Fahrverbotstafeln auf, was die Strasse in eine Einbahnstrasse verwandelte. Nun liess die Gemeinde die Schilder wegräumen.

Die Volg-Kunden zeigten sich gegenüber Tele M1 erleichtert und froh darüber, dass die komplizierte, mühsame Situation vorbei ist. «Ich finde es toll», sagte ein Mann. Der Anwohner gab zu seinen Beweggründen nach wie vor keine Auskunft.» (mhu)