Schinznach-Dorf

Nach viel Krampf: Elena Quirici wird Fünfte an der Europameisterschaft

Mit dem fünften Platz an der EM ist Elena Quirici (rechts) zufrieden, mit der Leistung aber nicht.

Elena Quirici/Archiv

Mit dem fünften Platz an der EM ist Elena Quirici (rechts) zufrieden, mit der Leistung aber nicht.

Die Karateka Elena Quirici aus Schinznach-Dorf konnte den Erfolg vom Vorjahr nicht wiederholen. Dennoch resultierte eine gute Rangierung. Zufrieden ist die ehrgeizige Kämpferin aber nicht.

Es sollte am Ende nicht sein. Elena Quirici konnte am Wochenende im türkischen Kocaeli ihren Europameistertitel vom letzten Jahr nicht verteidigen. Die 23-jährige Karateka aus Schinznach-Dorf musste sich im Kampf um den Finaleinzug der Französin Alizée Agier geschlagen geben. Diese wiederum konnte sich gegen die Österreicherin Alisa Buchinger im Final nicht behaupten und wurde Vize-Europameisterin.
Elena Quirici hingegen – sie besiegte vor einem Jahr im französischen Montpellier Alisa Buchinger im Final – schaffte es letztlich gemeinsam mit der Spanierin Cristina Vizcaino Gonzalez auf den fünften Rang in der Kategorie Kumite -68 kg. Dies, nachdem sie den Kampf um Platz 3 gegen die Türkin Hafsa Seyda Burucu verlor. Dass es nicht einfach werden würde, den Europameistertitel aus dem Jahr 2016 zu verteidigen, wusste Elena Quirici bereits im Voraus. «Die Kämpferinnen sind in meiner Kategorie extrem stark, die Leistungsdichte gross», sagte sie im Vorfeld des Turniers gegenüber der az.

«Diese Goldmedaille habe ich für meine Grossmuttter gewonnen»: Elena Quirici über ihren Sieg, den Empfang in Brugg und die kommenden Ziele.

«Diese Goldmedaille habe ich für meine Grossmuttter gewonnen»: Elena Quirici über ihren Sieg, den Empfang in Brugg und die kommenden Ziele.


Vorbereitung war perfekt

Gewisse Erwartungen hatte die erfolgreiche Karateka aus Schinznach-Dorf nach dem Vize-Europameistertitel von 2015 und dem Europameistertitel von 2016 trotzdem. «Die Verlockung, an einen erneuten Podestplatz zu denken, ist natürlich gross», sagte sie gegenüber dieser Zeitung. Druck aber wollte sie sich nicht machen. Sie müsse den Titel nicht verteidigen, sagte sie. Wenn es zu einem weiteren reiche, sei dies schön.
Elena Quirici reiste mit einem guten Gefühl an die Europameisterschaften in der Türkei. «Die Vorbereitung war perfekt. Ich spüre ein leichtes Zwicken im Rücken, aber das ist nichts von Bedeutung. Ich bin ausgeruht, ich bin glücklich, ich bin gesund», sagte sie vor dem EM-Start. 

"Alle Kämpfe vielen mir schwer"

Dass sie nicht erneut Europameisterin geworden ist und am Ende den fünften Platz belegte, damit hat Elena Quirici kein Problem. " Mit meiner Leistung bin ich aber nicht zu frieden. Ich bin nicht gut ins Turnier reingekommen und alle Kämpfe vielen mir schwer", zieht sie nach dem Turnier Bilanz. Es habe viele Gründe dafür gegeben, dass es dieses Mal nicht für einen Podestplatz reichte. "Ich denke, dass ich an diesem Tag einfach zu viele Zweifel hatte. Das hat mich blockiert.

Dennoch meint sie: "Etwas Gutes hat es: Trotz meinem schlechten Gefühl konnte ich um die Medaillen kämpfen und verlor erst knapp im Halbfinale." Jetzt gelte es, alles zu analysieren und aus den Fehlern zu lernen. "Mein nächstes Ziel wartet schon", schaut Elena Quirici voraus. "Im Juli werde ich als einzige Karate-Athletin die Schweiz  an den World Games vertreten."

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