Windisch
Nach Vandalenakt: Die Marienstatue kann repariert werden

Die Marienstatue bei der katholischen Kirche, die von Vandalen beschädigt wurde, kommt wieder an ihren Platz in der Vitrine.

Michael Hunziker
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So sah die Marienstatue vor dem Vandalenakt aus.

So sah die Marienstatue vor dem Vandalenakt aus.

Edgar Zimmermann

Bestürzung, Unverständnis und auch Wut in Windisch: Vandalen wüteten in der Nacht auf den 1. Mai bei der katholischen Kirche. Die Blumen wurden verwüstet, die Töpfe zerstört, das Glas der Vitrine eingeschlagen, die Marienstatue aus Holz herausgerissen und auf dem angrenzenden Grundstück ins Gras geworfen (die az berichtete).

Die gute Nachricht: Die Marienstatue kann repariert werden, sagt jetzt Leo Grünenfelder, der in der Kirchenpflege für das Ressort Bauwesen zuständig ist. Der Sachschaden belaufe sich auf rund 3000 Franken. «Die Versicherung übernimmt die Kosten abzüglich Selbstbehalt.» Über den genauen Zeitpunkt, wann die Marienstatue wieder an ihrem Platz stehen werde, könnten momentan allerdings noch keine Aussagen gemacht werden, fährt der Kirchenpfleger fort. Bereits instand gestellt worden sei die Vitrine. «Die Blumentöpfe werden zurzeit nicht ersetzt, da mit den laufenden Bauarbeiten der Kirchenplatz besetzt ist.»

Die Scheibe der Vitrine bei der katholischen Kirche wurde eingeschlagen, die Marienstatue entfernt.

Die Scheibe der Vitrine bei der katholischen Kirche wurde eingeschlagen, die Marienstatue entfernt.

Michael Hunziker

In der Bevölkerung sei die Betroffenheit gross gewesen nach dem Vandalenakt, sagt Grünenfelder rückblickend. Der Vorfall sei bedenklich, nicht nur wegen des materiellen Schadens. «Vor allem die emotionale Seite überwiegt.» Denn die Marienstatue, die seinerzeit von Walter Hollinger geschnitzt wurde, habe für die Kirche auch einen erheblichen symbolischen Wert.

Die Kirchenpflege erstattete Anzeige, die Regionalpolizei (Repol) Brugg nahm in der Folge die Ermittlungen auf und suchte Zeugen. Mitte Mai sagte Repol-Chef Heiner Hossli, dass sich eine Person gemeldet habe, die am betreffenden Datum kurz nach Mitternacht ein Klirren gehört und zwei Gestalten wegrennen sah. Weitere Hinweise seien bei der Polizei aber keine mehr eingegangen, sagt Hossli. «Die Täterschaft ist nach wie vor unbekannt.»