Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu. An der Schule Windisch kommt es zu Veränderungen. Der aktuelle Gesamtschulleiter Philipp Grolimund wird die Schule verlassen, die Schulpflege ist mit der Wahl von Isabelle Bechtel und Thomas Haller wieder komplett, gleichzeitig wird es nun Anpassungen am Führungsmodell geben, wie Suad Maliqi, Präsident der Schulpflege, auf Nachfrage dieser Zeitung bekannt gibt.

Die Stelle für eine neue Gesamtschulleitung wurde im Frühjahr ausgeschrieben, ein Dutzend Bewerbungen habe die Schulpflege erhalten, sagt Maliqi. «Wir haben uns schlussendlich aber entschieden, die vakante Stelle nicht eins zu eins zu ersetzen.»

Zwei Rücktritte aus Schulpflege

Hintergrund: Zwischen der Schulpflege sowie dem Gesamtschulleiter brodelte es schon längere Zeit – bis der Gesamtschulleiter vor den letzten Weihnachtsferien seine Kündigung per Ende Schuljahr einreichte. Der Konflikt schwelte auch innerhalb der Schulpflege. Dies hatte anschliessend zur Folge, dass die Präsidentin und ein langjähriges Mitglied im Januar ihren sofortigen Rücktritt bekannt gaben.

Im Anschluss übernahm Suad Maliqi das Präsidium, zudem wurde ein externer Berater zugezogen. Das Führungsmodell an der Schule Windisch wurde mit dem Berater sowie den weiteren Schulhausleitungen analysiert. Und das hat nun Folgen: «Wir erachten das aktuelle Führungsmodell der Schule Windisch als nicht mehr passend und nehmen dies als Chance wahr, uns organisatorisch weiterzuentwickeln», sagt Maliqi. Das bedeute gleichzeitig, dass die Ressourcen neu und sinngemäss verteilt werden.

Transparente Prozesse

Gemäss Suad Maliqi hat das vorherige Führungsmodell seit längerem nicht mehr gepasst. «Schon rein geografisch ist es fast unmöglich, eine Schule mit so vielen und verteilten Schulhäusern zu führen», sagt der Schulpflegepräsident. «Kommt dazu, dass mehrere Instanzstufen gleichzeitig auch eine Trägheit mit sich bringen.» Der Weg, den man jetzt eingeschlagen habe mit dem neuen Führungsmodell im Sinne einer Organisationsentwicklung, sei der richtige für die Schule Windisch. «So können Prozesse transparenter gemacht werden und die Entscheidungswege gewinnen zusätzlich an Durchlässigkeit», ist der Schulpflegepräsident überzeugt.

Für das neue Schuljahr schlägt die Schule Windisch also neue Wege ein. Das alte Schuljahr muss jetzt noch einen glimpflichen Abschluss finden. Das scheint aber nicht ganz einfach. Denn wie die AZ weiss, muss erstmals das Examen-Essen für die Lehrpersonen abgesagt werden. Auf die Gründe will Maliqi nicht eingehen. Er sagt lediglich: «Aus diversen Rückmeldungen und Hinweisen, die wir erhalten haben, mussten wir schweren Herzens entscheiden, das diesjährige Examen-Essen, das sich bereits in fortgeschrittener Planung befand, abzusagen.»