Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 8. August. Zwischen Riniken und Rüfenach werden rund 1,9 Kilometer Radweg realisiert. Die Kantonsstrasse wird auf einer Länge von knapp 1,7 Kilometern erneuert. Die Tätigkeiten dauern voraussichtlich bis Sommer 2017.

Lücke schliesst sich: Parallelweg wird Bestandteil kantonaler Radrouten

«Die Verkehrsteilnehmer können eine nachhaltig sanierte Kantonsstrasse und eine attraktive Verbindung für den Fuss- und Radverkehr erwarten», sagt Kreisingenieur Giuliano Sabato vom kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU). Der Parallelweg sei Bestandteil der kantonalen Radrouten – eine weitere Lücke könne also geschlossen werden. «Insbesondere, da Kinder von Rüfenach die Oberstufe in Brugg besuchen, wird ein Beitrag an eine sichere Schulwegverbindung nach Brugg entlang der Kantonsstrasse angeboten.»

Das Genehmigungsverfahren dauerte über zehn Jahre, etliche Hürden waren zu nehmen. «Das Projekt wurde 2009 öffentlich aufgelegt», blickt Kreisingenieur Sabato zurück. «Einwendungen und Verhandlungen im Rahmen des Auflage- und Landerwerbsverfahren haben die Realisierung verzögert.» Die Vergabe der Arbeiten habe aufgrund von Projektoptimierungen – um Kosten zu sparen und um den Kredit anzupassen – einige Monate in Anspruch genommen.

Bachsohle wird aufgewertet

Mit der Sanierung der Strasse werden auf beiden Seiten die Bankette verstärkt und es wird ein zweischichtiger neuer Oberbau eingebracht. Als ökologische Ausgleichsmassnahme – als Folge der Landabtretung für den Radwegbau und den geringen Abstand zum Rinikerbach – sind eine Aufwertung an der Bachsohle sowie Bepflanzungsmassnahmen auf einer Länge von 400 Metern vorgesehen. Der Radwegneubau wird von den Energieversorgern Axpo und AEW genutzt, um ihre Rohranlagen zu komplettieren. Gleichzeitig ergänzt die Gemeinde Rüfenach mit dem Strassenbau ein Stück Wasserleitung.

Aufgrund der schwachen Verkehrsbelastung – durchschnittlich rund 1200 Fahrzeuge pro Tag – kann laut Sabato ein minimaler Ausbau verantwortet werden, «der Kosten spart und landwirtschaftliche Fläche schont». Im Endausbau wird die Strasse 6 Meter breit, die Breite des Radwegs beträgt 2 Meter.

Die Arbeiten, die rund ein Jahr dauern werden, starten in Riniken mit dem Radwegbau und werden etappenweise ausgeführt. «Wir haben für die Ausführung darauf geachtet, dass einerseits der Radverkehr möglichst sicher durch die Baustelle zirkulieren kann und andererseits der Landwirtschaftsverkehr und der Verkehr im Allgemeinen möglichst wenig behindert werden», erklärt Sabato.

In der ersten Phase bis Dezember werde vor allem der Parallelweg realisiert, um möglichst schnell eine Verbindung für den Rad- und Fussverkehr anbieten zu können. Der Verkehr muss mit einem Lichtsignal gesteuert werden.

Im Winter ruhen die Arbeiten

Für eine effiziente Sanierung wird die Kantonsstrasse nach der Fertigstellung des Parallelwegs und nach der Winterpause gesperrt. Apropos Winter: Da die kalte Jahreszeit kaum Strassenarbeiten zulässt, werden diese von voraussichtlich Dezember bis März eingestellt. Zum Schluss wird im Sommer 2017 der Deckbelag eingebaut.

Der Unternehmer hat die Auflage erhalten, trotz Sperrung der Kantonsstrasse den Landwirtschaftsverkehr in jeder Bauphase zu gewährleisten. Zuständig für die Tätigkeiten ist die Firma Umbricht Bau AG, Turgi, unter der Leitung des Ingenieurbüros Steinmann Ingenieure und Planer AG, Brugg. Alles in allem investieren die Gemeinden Riniken und Rüfenach, der Kanton sowie Axpo und AEW rund 3,9 Mio. Franken.