Scherz
Nach überraschendem Abgang: Der «Leue» bleibt im Mai noch zu

Urplötzlich haben die Pächter des Restaurant Leue in Scherz per Ende April die Gaststätte verlassen. Für Besitzer, Brigitte und Beny Ruhstaller, kam das völlig überraschend. Die Suche nach einem neuen Pächter für die Dorfbeiz läuft auf Hochtouren.

Janine Müller
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Der «Leue» in Scherz mit den bekannten Linden.

Der «Leue» in Scherz mit den bekannten Linden.

Janine Müller

Interessierte, potenzielle Pächter haben sich für das Restaurant Leue in Scherz gemeldet. Einige sind vorbei gekommen und haben die Lokalität angeschaut. «Viele haben positiv auf den Standort reagiert», sagt Besitzer Beny Ruhstaller. «Die Gestaltung und die zwei Linden vor dem Gebäude sowie der Dorfkern stossen auf Gefallen.»

Doch vorläufig bleibt der «Leue» im Mai noch geschlossen. In so kurzer Zeit konnte man nach dem überraschenden Abgang des vorherigen Pächters keinen Nachfolger finden. «Wir sind aber zuversichtlich, dass wir bis im Juni jemanden finden», ist Ruhstaller überzeugt.

Möbel für 50 Gäste sind bereit

Rückblick: Der Immobilienfachmann Bernhard Ruhstaller und seine Frau Brigitte, in Scherz wohnhaft, übernahmen die Liegenschaft im Juli 2013. Und so kam es, dass aus dem «Gasthof Löwen» offiziell der «Leue Scherz» wurde. Die bisherigen Pächter Ramize Redzepi und Jumni Selmani blieben. Die Räumlichkeiten wurden sanft renoviert.

Umso erstaunlicher, dass Ramize Redzepi und Jumni Selmani ihren Vertrag im April überraschend kündigten (die az berichtete). Bereits Ende April verliessen sie den «Leue». Beny Ruhstaller bedauert, dass das Restaurant zurzeit nicht geöffnet hat. Jetzt, wo die Linden so schön blühen und die neue Terrasse fast fertig ist. Fast darum, weil durch die vielen Regenfälle die Handwerker den Platz noch nicht plätteln konnten. Das sollte aber in den nächsten zwei, drei Wochen geschehen. «Dafür sind bereits die Möbel für die Gartenwirschaft geliefert worden», sagt Beny Ruhstaller. «50 Gäste werden dann auf der Terrasse Platz finden, sobald alles fertig ist.»

Die Ruhstallers verfolgen weiterhin ihr primäres Ziel, den Scherzern eine Dorfbeiz zu bieten. Mit den vermieteten Wohnungen wollen sie das Restaurant quersubventionieren. So können sie einen günstigen Mietzins anbieten.

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