Bei einer heftigen Kollision kam vergangene Woche ein junger Mann ums Leben. Der 18-Jährige war gegen 20 Uhr mit seinem Motorrad unterwegs von Brugg in Richtung Schinznach-Bad. Bei der Kreuzung zum Thermalbad kam es zum Unglück. Ein 73-jähriger Rentner wollte nach links abbiegen und übersah dabei den Motorradfahrer. Dieser prallte mit voller Wucht in die Seite des Autos.

Trotz längeren Reanimationsbemühungen des Ambulanz-Teams erlag der junge Mann noch auf der Unfallstelle seinen Verletzungen. Der Autofahrer blieb unverletzt. Um die Unfallursache genau zu klären, leitete die Polizei Ermittlungen ein.

Forderung nach Massnahmen

Die Strasse wurde vor einem Jahr saniert. Um den Radstreifen zwischen Brugg und Schinznach-Bad zu komplettieren, wurde sie verbreitert und die Stützmauern wurden teilweise erneuert.

Die Thermalbadleitung empfand die betroffene Kreuzung schon länger als störend. Vor allem in der Nacht und in der Dämmerung sei es unübersichtlich. Marcus Rudolf, Leiter Bäder und Technik, sagt dazu gegenüber dem Fernsehsender Tele M1: «Schon vor zwei Jahren hat man gesagt, es muss wahrscheinlich noch einen Toten geben, damit etwas passiert. Es ist tragisch.»

Die Strassensanierung sah man deshalb als gute Gelegenheit, weitgreifendere Verkehrsmassnahmen zu treffen. Bei der Projektvorstellung im Sommer 2015 brachte die Thermalbadleitung die Forderung nach einem Kreisel oder einer Temporeduktion im Kreuzungsbereich an. Der zuständige Ingenieur habe die Vorschläge des Thermalbads damals aber abgelehnt, sagt Marcus Rudolf.

Der Kanton bezog nun auf Anfrage von Tele M1 schriftlich Stellung. Bei der zuständigen Behörde, hiess es, habe man keine offizielle Forderung erhalten, an dieser Stelle Massnahmen zu treffen, die weiter gehen als die, die letztes Jahr umgesetzt wurden. Falls ein offizieller Antrag einginge, hiess es weiter, würde dieser selbstverständlich geprüft.

Bereits am Donnerstag reichten die Betreiber des Thermalbades ihre Forderungen erneut beim Kanton ein. Eine Temporeduktion würde auch die Gemeinde begrüssen, wie der Vizeammann von Bad-Schinznach am Mittwoch gegenüber Tele M1 erklärte.

Schon eine Temporeduktion um 20 Stundenkilometer, also von 80 auf 60, kann viel bewirken. Stephan Roth, Instruktor im Driving Center Safenwil sagt, mit 80 Stundenkilometer wirke doppelt so viel Energie auf den Fahrer und das Auto wie bei 60 Stundenkilometern.