Brugg

Nach sechsmonatigem Umbau: Das Stadtmuseum präsentiert sich neu

Sie freuen sich am Sonntagmittag über den grosszügigen Eingangsbereich zum Stadtmuseum (v. l.): Museumsgestalter Dominik Sauerländer, Architektin Peggy Liechti, Präsidentin Brigitte Süess von der Museumskommission und Bruggs Vizeammann Leo Geissmann.

Sie freuen sich am Sonntagmittag über den grosszügigen Eingangsbereich zum Stadtmuseum (v. l.): Museumsgestalter Dominik Sauerländer, Architektin Peggy Liechti, Präsidentin Brigitte Süess von der Museumskommission und Bruggs Vizeammann Leo Geissmann.

Das Brugger Juwel in der Hofstatt steht wieder jeden Sonntagnachmittag offen.

Was für ein Unterschied: Das Erdgeschoss des Stadtmuseums Brugg ist nach dem Umbau nicht wieder zu erkennen. Einzig die beiden Jugendfest-Kanonen in einer Ecke erinnern noch an den zuvor schwer beladenen Raum, in dem bis Anfang Jahr ein hohes Holzbuffet stand und wo fast eine ganze Vitrinenwand mit alten Gewehren bestückt war. Jetzt präsentiert sich das Foyer hell und freundlich.

Das Villiger Buffet schenkten die Brugger Ortsbürger dem Spital Leuggern. Anstelle der Vitrinenwand befindet sich ein Zeitstrahl an der Wand, der die Brugger Geschichte ansprechend und kompakt zusammenfasst und vom Jahr 300 n.Chr. bis zur diesjährigen Fusion mit Schinznach-Bad reicht. Ein grosser Empfangskorpus aus Metall und das Gemälde «An der Ammer» von Adolf Stäbli, das die Stadt im Juni als Dauerleihgabe erhalten hat, sind neue Elemente im Foyer, das durch einen Windfang aus Glas aufgewertet wurde.

Ein Haus für Trauungen, Führungen und Ausstellung

Stolz auf das Umbauergebnis sagte Vizeammann Leo Geissmann am Sonntagmittag: «Ich freue mich ausserordentlich, dass wir heute die Wiedereröffnung des Stadtmuseums feiern dürfen.» Trotz Lockdown habe der Terminplan eingehalten werden können. Das modernisierte Stadtmuseum sei ein offenes Haus für Trauungen, Führungen und Ausstellungen. Präsidentin Brigitte Süess von der Museumskommission dankte der Finanzkommission der Ortsbürgergemeinde, die diesem Projekt zugestimmt hatte. Ja sagen mussten dann im vergangenen Dezember auch die Brugger Ortsbürger, als der Stadtrat für die Neukonzeption der Dauerausstellung im Stadtmuseum – inklusive zweiter Etappe Gebäuderenovation – einen Kredit von 901'000 Franken beantragte.

Im Rahmen dieses Modernisierungsschubs wurden alle rund 2500 Museumsobjekte elektronisch inventarisiert. «Äusserlich sind wir nicht gewachsen», hielt Brigitte Süess fest. Die Grösse sei das eine. Was man mit dem neuen Foyer und dem attraktiven Ausstellungsraum mache, sei das andere. Seit dem Ausfall von Dominik Sieber ist die Kuratorstelle verwaist. Die neue Stelle wird voraussichtlich gegen Ende Jahr ausgeschrieben, wenn das Stellenprofil überarbeitet ist. Interimistisch wird das Stadtmuseum derzeit von Susanne Mangold Sauerländer geführt.

In Sammlung und Fotos kann man via Tablet stöbern

Welche Überlegungen zur neukonzipierten Dauerausstellung im zweiten Obergeschoss geführt haben, erläuterte Mangolds Ehemann Dominik Sauerländer. Auf Podesten, in Schubladenmöbeln und an einer Wand sind ausgewählte Sammlungsobjekte thematisch gruppiert. Tablets und Sessel laden zu weiterführenden Reisen in die Vergangenheit ein.

Peggy Liechti vom Architekturbüro Liechti Graf Zumsteg wies noch auf zwei Metallstützen unter einem in Holz eingekleideten Stahlträger hin in der Foyer-Mitte. Diese Lösung habe man gewählt, weil sich das ganz ursprüngliche Hängetragwerk nicht mehr herstellen liess.

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