Das Evaluations-Team der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) stellte 2012 Defizite in der Schule Veltheim fest: Schulführung, Qualitätsmanagement, Arbeitsklima für Lehrpersonen, Regelkonformität sowie Schul- und Unterrichtsklima auf der Oberstufe. Das Kantonale Inspektorat übernahm darauf die Aufsichtspflicht über die Schule; zudem wurde ein Begleitprozess gestartet, der bis zur Nachevaluation durch die FHNW im Mai 2014 dauerte. Resultat: Die Ampeln stehen auf Grün.

Die FHNW resümiert in ihrem Bericht: «Die Primarschule Veltheim hat die Führungskrise überwunden und den notwendigen Turnaround geschafft. Das Arbeitsklima an der Primarschule ist derzeit funktionsfähig. Die kollegialen Beziehungen haben sich seit der ersten externen Evaluation aus Sicht der Befragten wesentlich verbessert.»

Und: «Gegenüber dem Oberstufen-Kollegium hat sich das Primarlehrerinnen-Kollegium eher distanziert und sich eigenen Themen gewidmet. Die Entkoppelung der beiden Kollegien wirkt für die meisten Primarlehrerinnen entlastend, weil man fokussierter die eigenen, stufenspezifischen Themen bearbeiten kann.» Kein Wunder sind Patrick Salm und Richard Schmied, Schulpflege, erleichtert.

Wie konnte die Schule innert so kurzer Zeit derart viele Fortschritte in den Bereichen Schulführung, Regelkonformität, Unterrichts- und Arbeitsklima erzielen? Die beiden erwähnen die enge Zusammenarbeit zwischen kantonalem Inspektorat und der Schulpflege. «Diese war ein zentraler Faktor, um die defizitären Bereiche aufzuarbeiten und zu korrigieren.» Sodann winden Salm und Schmied dem Schulleiter Willi Kunz ein Kränzchen: «Er hat es verstanden, innerhalb des Lehrerkollegiums die richtigen Akzente und Prioritäten zu setzen und entsprechend zu motivieren.»

«Wir stehen immer noch am Anfang»

Was bedeutet der Fortschritt in der Beurteilung für die Schule generell? «Dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben und gemeinsam im Team vieles erreichen können», sagen Salm und Schmied, betonen aber: «Wir stehen immer noch am Anfang und müssen auf dem Erreichten aufbauen und uns weiterentwickeln.» Die Schulpfleger setzen auf die neue Schulleiterin Marcelle Tschachtli, die der Schule Veltheim gerade in diesem Bereich entsprechende Impulse geben könne.

Was lässt sich noch tun, um das Vertrauen innerhalb der Schule sowie zwischen Schule und Eltern zu stärken? «Wir wollen die Eltern in Zukunft aktiver informieren», unterstreichen Salm und Schmied. «Auf der Homepage der Schule gibt es zudem die Möglichkeit, Formulare im Download-Bereich zu beziehen. Diese erlauben den Eltern, ihre Anliegen in schriftlicher Form – und damit mit einer höheren Verbindlichkeit – an die Schule heranzutragen.» Für die Zukunft strebe die Schule Veltheim zudem «eine offene Feedbackkultur, in die sich alle Beteiligten einbringen können» an. Sind die grünen Ampeln auch für die Eltern wichtig? «Davon gehen wir aus», sind Patrick Salm und Richard Schmied überzeugt, «die Schule Veltheim wurde durch die FHNW nachevaluiert: eine unabhängige Stelle, die aufgrund von Fakten eine Beurteilung abgibt.»