Windisch
Nach klarem Ja: Weg frei für die millionenschwere neue Netzinfrastruktur

Der Weg ist frei für die Netzausbauten und Erneuerungen im Gebiet Klosterzelg/Reutenen in Windisch: An der Urne haben die Stimmberechtigten den Kredit von insgesamt 4,29 Millionen Franken mit 1504 Ja- zu 344 Nein-Stimmen angenommen.

Michael Hunziker
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Geplant sind die Netzausbauten und Erneuerungen im Gebiet Klosterzelg/Reutenen.

Geplant sind die Netzausbauten und Erneuerungen im Gebiet Klosterzelg/Reutenen.

zvg

Wasser, Abwasser, elektrische Versorgung und Strassen: Gemeindeammann Heidi Ammon ist froh, dass im Gebiet Klosterzelg/Reutenen in Windisch die nötige Netzinfrastruktur bereitgestellt werden kann. An der Urne haben die Stimmberechtigten den Kredit von insgesamt 4,29 Mio. Franken mit 1504 Ja- zu 344 Nein-Stimmen angenommen.

«Ich bin sehr glücklich über dieses Resultat», sagt Heidi Ammon. Ganz überraschend komme dieses indes nicht, fügt sie an. Denn schon im Vorfeld seien die Diskussionen geführt worden und es hätten – auch dank der Informationsveranstaltung – gewisse Bedenken aus dem Weg geräumt werden können. Kurz: Es sei zu spüren gewesen, dass Verständnis für dieses Vorhaben vorhanden sei – trotz hohen Kosten.

Hohe Stimmbeteiligung

«Unser Gefühl hat uns nicht getäuscht. Dass der Entscheid aber so deutlich ausgefallen ist, ist natürlich umso schöner», stellt Heidi Ammon fest. Als ebenfalls erfreulich bezeichnet sie die Tatsache, dass die Stimmbeteiligung mit 44,7 Prozent recht hoch war. «Die Stimmbevölkerung hat von ihrem demokratischen Recht Gebrauch gemacht und war sich der Notwendigkeit dieses Vorhabens offenbar bewusst.»

In einem nächsten Schritt werde es darum gehen, die Ausschreibungen für die geplanten Bauarbeiten an die Hand zu nehmen, fährt Heidi Ammon fort. Der Gemeinderat werde überdies ein Verkehrsgutachten erstellen lassen. Denn auch wenn der Verkehr im Quartier nicht zum Verschwinden gebracht werden könne, «werden wir bestrebt sein, eine verträgliche Verkehrsführung zu finden».

Belastung ist zentraler Punkt

Das Abstimmungsresultat zeige, dass die Bevölkerung ein grosses Vertrauen in den Gemeinderat und die Verwaltung habe, sagt CVP-Fraktionspräsidentin Barbara Scheidegger. Rückblick: An der Sitzung des Einwohnerrats im Januar dieses Jahres stellte die CVP einen Antrag auf Rückweisung, der allerdings abgelehnt wurde. Die Partei setzte sich dafür ein, mit der Brugg Kabel AG Verhandlungen zu führen für einen Sanierungsbeitrag wegen des übermässigen Gebrauchs der Strassen durch den Lastwagen- und Werkverkehr.

«Aus Sicht der CVP ist es sehr wichtig, dass die Verkehrssituation rund um die Kabel Brugg AG zusammen mit der Firma angepackt wird», sagt Barbara Scheidegger mit Blick auf die kommenden Schritte. «Wir stellen mit Genugtuung fest, dass die Gespräche auf unseren Druck hin aufgenommen wurden und eine finanzielle Beteiligung der Brugg Kabel AG ergaben.»

Die Verkehrsbelastung der Gemeindestrassen durch den Werkverkehr müsse bei der weiteren Planung ein zentraler Punkt sein, ergänzt Barbara Scheidegger. «Das Projekt umfasst drei Strassen in einem verkehrstechnisch komplexen Gebiet und stellt deshalb erhöhte Ansprüche an die Ausführungsplanung und die Baubegleitung durch die Gemeinde Windisch.»

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