Brugg
Nach Entlassung der Betriebsleiterin: Das Café Fridolin hat zu kämpfen

Die Stiftung Faro sagt, was sich nach dem überraschenden Abgang der Betriebsleiterin ändert.

Claudia Meier
Drucken
Teilen
Das Café Fridolin steht nach den Betriebsferien wieder offen.

Das Café Fridolin steht nach den Betriebsferien wieder offen.

Janine Müller

Die Betriebsferien sind vorbei und das legendäre Café Fridolin in der Brugger Altstadt steht wieder offen. Erst vor zwei Jahren hat die Stiftung Faro, die Erwachsene mit einer geistigen Behinderung oder einer psychischen Beeinträchtigung beschäftigt, das Lokal an der Hauptstrasse 46 übernommen. Und einige Wochen vor den Ferien hat sich die Stiftung Faro nun für die Gäste und die Betroffenen völlig überraschend von der beliebten Betriebsleiterin im Café Fridolin getrennt.

«Wir haben uns entschieden, in der Kündigungsfrist auf die Arbeitsleistung der Betriebsleiterin zu verzichten, und verstehen, dass deshalb ihr Austritt als abrupt wahrgenommen werden kann», sagt Co-Geschäftsführer Dani Hohler. Aufgrund vieler Rückmeldungen wisse die Stiftung Faro, dass das «Fridolin» grundsätzlich als gemütlicher Treffpunkt und für das Angebot geschätzt wird. «In der Brugger Altstadt ein Geschäft betriebswirtschaftlich erfolgreich zu führen, ist aber eine grosse Aufgabe», fährt Hohler fort. Das gelte auch für das Café Fridolin, das bis heute noch nicht den gewünschten Erfolg verbuchen konnte. «Die Tagesumsätze sind zu wenig konstant und somit der Gesamtumsatz zu gering. Die Kosten sind im Verhältnis zum Umsatz zu hoch.»

Zwei teilen sich operative Leitung

Interimistisch wird das Lokal nun von Barbara Zimmann, Leiterin Gastronomie der Stiftung Faro, geführt. Die operative Verantwortung vor Ort teilen sich Sabine Zürcher und Silvia Kirchhofer. Letztere arbeitet seit Jahren in der Cafeteria Platane in Königsfelden. Zürcher ist Anfang Juli neu zum Fridolin-Team gestossen.

Es brauche nun Verbesserungen, um einen konstanten Umsatz über die Mittagszeit zu erreichen, betont Dani Hohler. Auch eine effizientere Arbeitsorganisation wird angestrebt. Das Angebot soll vielfältiger werden und gewisse Produkte wie Minicake, Muffins oder Apérogebäck werden neu vor Ort produziert.

In Sachen Integration im Arbeitsmarkt kann die Stiftung Faro Erfolge melden: Für drei Personen, die im Rahmen einer beruflichen Massnahme der IV im «Fridolin» gearbeitet haben, konnte eine Anschlusslösung ohne IV-Rente gefunden werden.

Aktuelle Nachrichten