Brugg

Nach Diskussionen um künftigen Bodenbelag: Musterpflästerung soll Einwohnerrat überzeugen

Variante «Moderna»: Derzeit wird in einem kurzen Abschnitt auf dem Trottoir bei der alten Aarebrücke eine Musterpflästerung erstellt.

Variante «Moderna»: Derzeit wird in einem kurzen Abschnitt auf dem Trottoir bei der alten Aarebrücke eine Musterpflästerung erstellt.

Nach der intensiven Diskussion um den künftigen Bodenbelag im Bereich der alten Aarebrücke – eine Pflästerung – hat der Stadtrat Alternativen prüfen lassen.

Ein wenige Meter kurzer Abschnitt des Trottoirs ist gesperrt im Bereich der alten Aarebrücke in Brugg, der Belag ist entfernt. Einer Passantin sind die Bauarbeiten aufgefallen diese Woche. Sofort hat sie an die Diskussionen um die Pflastersteine denken müssen Mitte des letzten Jahres. Ob ein Zusammenhang besteht, fragte sie sich. Tatsächlich, lautet die Antwort. Erstellt wird derzeit eine Musterfläche in der Vorstadt, erklärt auf Nachfrage Stefan Zinniker, Bereichsleiter Tiefbau bei der Abteilung Planung und Bau in Brugg.

Er verweist auf die Vorgeschichte: Ende Juni 2018 führte das Projekt «Vorstadt und Baslerstich» zu einer lebhaften Debatte im Brugger Einwohnerrat. Angenommen wurden schliesslich die Kredite für den Ausbau des Baslerstichs sowie für die Abdichtung der Aarebrücke. Zurückgewiesen wurden dagegen die 770'000 Franken für die Sanierung der Kantonsstrasse.

Die Visualisierung zeigt die geplante Gestaltung des Bereichs Aarebrücke in Richtung Zollplätzli.

Die Visualisierung zeigt die geplante Gestaltung des Bereichs Aarebrücke in Richtung Zollplätzli.

Auf Kritik stiess vor allem der geplante Bodenbelag im Bereich der alten Aarebrücke, eine Pflästerung. Diese sei, war eine Mehrheit der Ansicht, nicht geeignet für betagte Personen oder für Menschen mit einer Behinderung. Der Stadtrat wurde beauftragt, die Ausführung mit Natursteinpflästerungen neu zu überprüfen und dem Einwohnerrat wieder vorzulegen.

«Der Stadtrat setzte eine Fachgruppe ein, welche die Anforderungen an die Belagsart auf die Gehbereiche im Projektperimeter nochmals analysierte und weitere Alternativen ausarbeitete», führt Zinniker aus. Mittlerweile sei die Einwohnerratsvorlage für die kommende Sitzung vom 5. April in der Verabschiedungsphase. Der Bericht beinhalte die Erwägungen der Fachgruppe, die Stellungnahmen von Procap, dem Verband von und für Menschen mit Behinderungen, sowie der Denkmalpflege. Aufgrund der Erwägungen, so Zinniker, erachtet die Fachgruppe die Variante «Moderna» als die kompromissfähigste Lösung. Mit der Musterpflästerung im Bereich der alten Aarebrücke möchte die Projektleitung dem Einwohnerrat die vorgeschlagene Variante vor Ort zeigen und begehbar machen.

In Absprache mit der Abteilung Planung und Bau beauftragte der Kanton die Pflästerungsfirma Christian Enz, Luzern, mit der Erstellung dieser Musterfläche. Die Arbeiten dauern maximal drei Tage. Auf die Musterfläche aufmerksam gemacht werden die Einwohnerräte mit dem Versand der Einwohnerratsvorlage. Dieser ist bis Mitte März vorgesehen.

Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

Meistgesehen

Artboard 1