Brugg
Nach der Erholung war klar: Die Artbar 2012 wird kommen

Es war schon die achte Artbar-Veranstaltungsreihe in der ausgeräumten Malerwerkstatt Piani. «Eine der Abwechslungsreichsten», wie Robbie Caruso nicht ohne Stolz sagt. Und: «Natürlich lassen wir 2012 eine neunte Artbar folgen».

Marc Reinhard
Merken
Drucken
Teilen
Myron-Sänger Manu Gut: Ein Highlights im 2011er-Programm.

Myron-Sänger Manu Gut: Ein Highlights im 2011er-Programm.

Es ist die perfekte Mischung der Künste an einem Ort, der die Kunst schon in der Aura des Raums und den Veranstaltern mit sich trägt: Für ein paar Dezembertage wird die kleine Halle der Malerwerkstatt Piani jeweils ausgeräumt und zum Eventlokal mit Bar umfunktioniert – begleitet von jeder Menge ausgestellter oder aufgeführter Kunst – musisch, literarisch, plastisch. An zwölf Tagen im Advent, bis kurz vor Heiligabend.

Die achte «Artbar» ist Vergangenheit und das vierköpfige Kernteam um den umtriebigen Kulturfreund und Musiker Robbie Caruso hat sich über die Festtage erholen können («es ist toll, aber eben auch ein Riesenaufwand»). Jetzt mag er zum ersten Mal wieder zurückblicken – und nach vorne.

Fixpunkt in vielen Agenden

«Klar gibts dieses Jahr wieder eine Artbar», sagt Caruso, « wir könnens ja ohnehin nicht lassen». Das würde auch keinen Sinn machen: Die zwölftägige Veranstaltungsreihe hat sich in so vielen Agenden zum Fixpunkt gemausert und das Organisationsteam ist dermassen eingespielt, dass es «schade wäre, einfach aufzuhören». «Wir sind zwar hinterher alle sehr müde und brauchen etwas Abstand, aber im Frühling, wenn es bereits wieder an die Organisation des nächsten Events geht, sind wir alle wieder mit Motivation und Freude dabei.» Alle – das sind im Kernteam nebst Robbie Caruso auch seine Partnerin Claudia Piani, Regula Zimmerli, die für das grosse Helferteam verantwortlich ist und Claudio Cassano, der die Ausstellungen betreut.

«Carte blanche» für die Künstler

In der jüngsten Version haben die vier mit ihrem Programm wiederum für Begeisterung gesorgt. Obwohl er das nicht gerne tut («es waren schlichtweg alle Performances toll»), pickt Robbie Caruso ein Highlight heraus: Das Konzert von Michael von der Heide sei absolut grossartig gewesen, habe ein selten dagewesenes Ambiente verbreitet. Aber auch die spontane Kombination von Gabriel Vetter und Autor Bänz Friedli zeige, was möglich sei. Caruso zeigt sich auch zufrieden mit dem neuen System, für jeden Abend noch Tickets an der Abendkasse zurückzubehalten. «Das Konzept ist aufgegangen, wir hatten an allen Abenden mindestens 100 Besucher. Zwei, dreimal waren wir komplett ausverkauft.»

Wo hat die Artbar noch Potenzial? «Vergrössern können wir nicht, mehr Leute geht alles in allem auch nichtmehr. Ausserdem haben wir ein sehr abwechslungsreiches Programm, mit dem wir ganz unterschiedliche Leute ansprechen.»

Für nächstes Jahr möchte Robbie Caruso einigen Künstlern eine «carte blanche» geben. Und er hat jetzt schon eine paar grosse Künstler an der Angel.