Mülligen
Nach den Herbstferien soll das neue Schulhaus bezugsbereit sein

Der Terminplan ist eng, am Ziel wird indes nicht gerüttelt: Im Herbst soll das neue Schulhaus in Mülligen bezogen werden. Derzeit werden die Rohbauarbeiten ausgeführt.

Michael Hunziker
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Zwischen dem heutigen Schulhaus (hinten) under der Turnhalle laufen die Rohbauarbeiten am Schulhaus-Neubau.

Zwischen dem heutigen Schulhaus (hinten) under der Turnhalle laufen die Rohbauarbeiten am Schulhaus-Neubau.

Michael Hunziker

Die Ausmasse des neuen Schulhauses in Mülligen sind gut zu erkennen. Derzeit werden am eingeschossigen Bau zwischen dem heutigen Schulhaus und der Turnhalle die Rohbauarbeiten ausgeführt. «Es handelt sich um ein gefreutes und spannendes Projekt.» Darin sind sich Gemeindeammann Patrick Bo, Schulpflegepräsidentin Erika Füglister und Fredi Kölliker von der Baukommission bei einem Augenschein einig.

Gemeindeammann Bo fügt an: «Es ist zu sehen, dass es vorangeht. Das gibt ein gutes Gefühl und ist ein wichtiges Zeichen gegen aussen.» Es entstehe etwas Schönes, Grundsolides und Nachhaltiges, ist der Gemeindeammann überzeugt. Mülligen wolle, fährt er fort, attraktiv bleiben und weiterhin über eine gut funktionierende Schule verfügen. «Wir bauen für die Zukunft. Mit dem Neubau sind wir für die kommenden Anforderungen gewappnet. Es macht Freude, die Arbeiten zu begleiten und die Fortschritte zu beobachten.»

Aufrichte findet im Juni statt

Und diese sind in der Tat beachtlich. Zur Erinnerung: Seit dem Spatenstich Mitte November des letzten Jahres sind Aushub-, Kanalisations- und Betonarbeiten ausgeführt worden, Fundamente und Bodenplatte wurden erstellt. Die Tätigkeiten verliefen übrigens ohne Verzug. «Wir befinden uns – nicht zuletzt dank des milden Winters – im Zeitplan und bewegen uns im Kostenrahmen», sagt Fredi Kölliker von der Baukommission.

Voraussichtlich im Juni können die Rohbauarbeiten abgeschlossen und die Aufrichte gefeiert werden. Die Montage der Fenster Ende Juni ist ein nächster Fixpunkt im Terminkalender. Danach beginnt der Ausbau im Innern. Gleichzeitig werden aussen die Bedachungs- und Fassadenarbeiten an die Hand genommen. Kölliker rechnet mit einer intensiven und interessanten Zeit. «Es wird viel Betrieb herrschen auf der Baustelle.»

Spätestens nach den Herbstferien soll das neue Schulhaus bezugsbereit sein. «Diesem Moment schauen wir gespannt entgegen», sagt Gemeindeammann Bo. Das Ziel sei ehrgeizig, aber realistisch.

Wärmepumpe statt Ölheizung

Apropos: Eingehalten werden könne der enge Zeitrahmen nur, weil sowohl bei der Planung als auch beim Bau sämtliche Schritte gründlich vorbereitet und zügig umgesetzt würden. «Nur so ist es möglich, die Herausforderungen zu meistern», sagt Fredi Kölliker.

Und solche – Kölliker spricht von «Zusatzaufgaben» – gibt es ein paar: Zum Beispiel wird zusätzlich zum Neubau die alte Ölheizung im heutigen Schulhaus ersetzt. In Zukunft kommt für das ganze Areal eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe zum Einsatz. Überdies wird der Spielplatz verlegt und es müssen sanitäre Anlagen in der Mehrzweckhalle saniert werden. Nicht zuletzt war für die Kanalisation eine doppelwandige Ausführung nötig, weil sie sich in der Gewässerschutzzone befindet.

«Wir konnten stets gemeinsam Lösungen entwickeln», lobt Gemeindeammann Bo und ergänzt: «Die Spezialisten haben uns immer unterstützt und auch der Kanton hat Hand geboten. Das Zusammenspiel zwischen Behörden, Planern und Handwerkern ist grandios.»

4,6 Mio. Franken bewilligt

Rückblick: Die Schule Mülligen stiess seit einiger Zeit an räumliche Grenzen. «Die Anforderungen nahmen zu, die Schülerzahlen stiegen - es bestand Platzmangel», sagt Schulpflegepräsidentin Erika Füglister. Mit dem bevorstehenden Schulsystemwechsel auf 6 Jahre Primar- und 3 Jahre Oberstufe verschärfte sich die Situation und die Gemeinde handelte. Im September des letzten Jahres genehmigte die ausserordentliche Gemeindeversammlung den Bruttokredit von 4,6 Millionen Franken für den Schulhaus-Neubau und eine neue Heizungsanlage für die Gemeindeliegenschaften.

Im Neubau des Schulhauses werden vier Klassenzimmer, drei Gruppenräume, zugehörige Garderoben sowie ein kleines Lehrerbüro und Sanitärräume untergebracht. Das heutige Schulhaus wird Räume für Werken, Textiles Werken, Logopädie, Fremdsprachen- und Musikunterricht sowie die Bibliothek, das Lehrerzimmer und die Küche für den Mittagstisch aufnehmen. Das Neubau-Projekt stammt von den Architekten Christian Brühlmann und Franco Pajarola aus Zürich. Für die derzeit laufenden Rohbauarbeiten zeichnet die Firma Doninelli aus Lenzburg verantwortlich.

Abklärungsbedarf war dann und wann vorhanden, sagt Fredi Kölliker, denn: «Parallel zu den Bauarbeiten muss der Schulbetrieb gewährleistet werden. Es ist mit Umtrieben und Beeinträchtigungen zu rechnen. Da sind alle zusätzlich gefordert.» Oberste Priorität habe die Sicherheit. Will heissen: Der Baustellenbereich ist eingezäunt, der Zugang – der über den Pausenplatz führt – über eine Schleuse mit einem Wendeplatz geregelt.

Bauen ist Jahresthema

Von allen sei besondere Vorsicht gefragt, sagt Schulpflegepräsidentin Erika Füglister. «Wir haben Eltern, Kinder und Lehrpersonen für das Thema sensibilisiert.» Inzwischen habe sich der Betrieb gut eingependelt. Das Geschehen rund um die Baustelle wird das ganze Jahr im Unterricht miteinbezogen. «Wir versuchen, das Beste aus der Situation zu machen», so Erika Füglister.

Kurz: Von den Betroffenen sei Verständnis vorhanden. «Vielleicht auch darum, weil sie wissen, was sie erhalten: ein schönes Schulhaus. Wir können den Platz schaffen, der uns gefehlt hat», hält die Schulpflegepräsidentin fest. Zwar werde der Umzug im Herbst noch einmal einen Kraftakt darstellen. Trotzdem: Schon heute freut sie sich auf die Einweihungsfeier mit der Bevölkerung am 1. November. «Welche Schulpflegepräsidentin darf in ihrer Amtszeit schon ein Schulhaus bauen?»

4,6 Mio. Franken bewilligt

Rückblick: Die Schule Mülligen stiess seit einiger Zeit an räumliche Grenzen. «Die Anforderungen nahmen zu, die Schülerzahlen stiegen – es bestand Platzmangel», sagt Schulpflegepräsidentin Erika Füglister. Mit dem bevorstehenden Schulsystemwechsel auf 6 Jahre Primar- und 3 Jahre Oberstufe verschärfte sich die Situation und die Gemeinde handelte. Im September des letzten Jahres genehmigte die ausserordentliche Gemeindeversammlung den Bruttokredit von 4,6 Millionen Franken für den Schulhaus-Neubau und eine neue Heizungsanlage für die Gemeindeliegenschaften.

Im Neubau des Schulhauses werden vier Klassenzimmer, drei Gruppenräume, zugehörige Garderoben sowie ein kleines Lehrerbüro und Sanitärräume untergebracht. Das heutige Schulhaus wird Räume für Werken, Textiles Werken, Logopädie, Fremdsprachen- und Musikunterricht sowie die Bibliothek, das Lehrerzimmer und die Küche für den Mittagstisch aufnehmen. Das Neubau-Projekt stammt von den Architekten Christian Brühlmann und Franco Pajarola aus Zürich. Für die derzeit laufenden Rohbauarbeiten zeichnet die Firma Doninelli aus Lenzburg verantwortlich.