Lupfig
Nach dem Eklat jetzt auch noch eine Magen-Darm-Epidemie

Vor fast zwei Wochen sorgte das Altersheim Haus Eigenamt im Lupfig wegen der Kündigung von gleich acht Mitarbeitenden für Schlagzeilen. Jetzt liegen auch noch zahlreiche Bewohner und Mitarbeitende mit einer Magen-Darm-Erkrankung flach.

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Wegen einer Epidemie: Für das Haus Eigenamt in Lupfig gilt ein Aufnahmestopp. (Archiv)

Wegen einer Epidemie: Für das Haus Eigenamt in Lupfig gilt ein Aufnahmestopp. (Archiv)

Emanuel Freudiger

Der Kanton hat das Haus Eigenamt in Lupfig diese Woche zweimal inspiziert. Am Dienstag sei die Inspektion angemeldet erfolgt, sagt Balz Bruder, Kommunikationsleiter des kantonalen Departements Gesundheit und Soziales.

Am Freitagmorgen besuchten der Kantonsärztliche Dienst und die Abteilung Gesundheitsversorgung das Altersheim unangemeldet. Der Anlass waren Meldungen über eine zunehmende Anzahl Personen mit Magen-Darm-Erkrankung – Bewohner ebenso wie Personal.

Diese Erkrankungen haben auch Auswirkungen auf die aktuell schwierige Personal- und Führungssituation, fasst Bruder die Ausgangslage zusammen.

Will heissen: Für das Haus Eigenamt gilt ein Aufnahmestopp, Besuche sollten ab sofort auf ein absolutes Minimum reduziert werden.

Bruder betont: «Die notwendigen Massnahmen, um die Situation unter Kontrolle zu halten, sind eingeleitet und die Voraussetzungen geschaffen, damit sich die Epidemie nicht weiter ausbreitet.»

Das Pflegeheim muss nun dem Kantonsarzt täglich melden, wie viele Personen betroffen sind und ob die Pflege gewährleistet werden kann. Bei den kantonalen Inspektionen ging es einerseits um Informationen, die betriebsbewilligungsrelevant sind.

Andererseits wurden gesundheitspolizeiliche Aspekte geprüft. Bis Freitag mussten die Verantwortlichen dem Kanton Unterlagen wie den aktuellen Stellenplan des Pflegepersonals und den Wocheneinsatzplan unterbreiten.

«Die eingereichten Dokumente werden nun geprüft. Die Führungspersonen wurden instruiert, welche Nachbesserungen noch nötig sind und wie der Informationsfluss im Zusammenhang mit der Epidemie verbessert werden kann», sagt Balz Bruder. (CM)