Es sind beinahe post-apokalyptische Szenen auf dem Festival-Gelände des Argovia Fäschts. Das Gras ist plattgetrampelt, auf dem Feld sind braune Stellen zu sehen. Grossflächig verteilt liegen platte PET-Flaschen, bunte Sonnenhüte, leere Zigarettenpackungen und Trinkbecher.

Ein Kühlschrank steht einsam auf dem Feld, umgeben einzig von halb abgebautem Zeltgestänge. An die Stelle der 60000 feiernden Fäscht-Besucher sind rund 25 Arbeiter getreten, die das Party-Chaos aufräumen.

Schon am Sonntagmorgen, als der eine oder andere der Fäscht-Besucher wohl noch mit einem brummenden Kopf und flauem Magen das Bett hütete, begannen auf dem Festareal die Aufräumarbeiten.

«Da hat es hier noch ausgesehen, als hätte eine Bombe eingeschlagen», sagt Thomas Haller, Sohn von Rolf Haller, der als Landwirt und Lohnunternehmer den grössten Teil des Festgeländes zur Verfügung gestellt hatte. «Dagegen sieht es heute schon fast sauber aus», sagt er.

Verpflegungsstände sind abgebaut

Inzwischen sind die Verpflegungsstände grösstenteils abgebaut. Auch die Zelte und Bühnen werden bereits in ihre Einzelteile zerlegt und mit Hilfe von grossen Maschinen weggeräumt. Arbeiter rechen und schaufeln den Abfall zusammen. Eine nach der anderen werden auch die Toiletten-Boxen auf Lastwagen verladen und abtransportiert.

20 bis 25 Tonnen Abfall

Thomas Haller rechnet mit 20 bis 25 Tonnen Abfall. Bis zum Mittwochabend soll das Feld davon befreit sein und wieder aussehen wie vor dem Fest - oder zumindest beinahe. «Auf den vielbegangenen Flecken hat es wohl eine Bodenverdichtung gegeben. Da werden wir den Boden auflockern müssen», sagt Haller. «Der Boden hat in diesem Jahr allerdings weniger Schaden genommen, weil er so trocken war.» So kann Haller wohl schon Ende Woche Mais auf dem Feld anpflanzen.

Die umliegenden Felder wurden während des Argovia Fäschts eingezäunt. «Aber es gibt jedes Jahr ein paar Besucher, die querfeldein nach Hause gehen», sagt Thomas Haller. Daran hinderten sie auch die Zäune nicht. «Sie reissen sie einfach herunter», sagt Haller.

Auf dem Weg über die Felder hinterlassen die Heimkehrer nicht nur Trampelpfade sondern auch Abfall. Ein Rundgang habe gezeigt, dass es in diesem Jahr nicht ganz so schlimm war, sagt Haller. Trotzdem: «Betroffene Bauern sollen sich melden. Wir räumen das alles auf.»