Der Mann, der am Samstag in Brugg seine vierjährige Tochter schwer verletzte, befindet sich in Haft, wie Fiona Strebel, Mediensprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft, auf Anfrage bestätigt. Gegen den Beschuldigten sei ein Verfahren wegen versuchten Mordes eröffnet worden. Die Staatsanwaltschaft hat beim Zwangsmassnahmengericht eine dreimonatige Untersuchungshaft beantragt.

Der Angriff passierte beim Einkaufscenter Neumarkt – in Anwesenheit der Mutter und vor den Augen zahlreicher Passanten: Der 50-jährige Mann packte seine Tochter und schleuderte sie offenbar mehrmals zu Boden. Nach Angaben der Mutter erlitt die 4-Jährige einen dreifachen Schädelbruch. Das Mädchen befindet sich nicht in Lebensgefahr.

Tochter schwer verletzt: Ermittlungen wegen versuchten Mordes

Der Beitrag von «Tele M1».

Ob der 50-jährige Iraker geständig ist, wollte die Staatsanwaltschaft nicht kommentieren: «Zum Aussageverhalten des Beschuldigten äussern wir uns nicht. Das Motiv ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen», so Strebel.

Bereits vorbestraft

Offenbar ist der Mann bereits in einem anderen Kanton vorbestraft. Diese Vorstrafe ist gemäss Strebel jedoch «nicht einschlägig».

Wie der «Blick» berichtet, besitzt der Mann kein Sorgerecht für die Tochter. Bereits vor dem Vorfall am Samstag habe er mehrmals Beschimpfungen und Drohungen gegen die Familie ausgesprochen. Anfang August auferlegte die Polizei ihm ein Konktaktverbot für die Dauer von zehn Tagen. Diese Wegweisung unterschrieb er.

Nur vier Tage nach Ablauf der Verfügung kam es zum brutalen Angriff in der Brugger Unterführung. (sam/cm)