Windisch

Nach Brand: Windischer Guggenmusik Schwellbaumschränzer sucht neue Bleibe

Die Schwellbaumschränzer – hier an der Brugger Fasnachtseröffnung im 2015 – hoffen auf Hinweise zu potenziellen Vereinslokalen und auf Mithilfe der Fasnachtsbegeisterten.

Guggenmusik Schwellbaumschränzer Windisch

Die Schwellbaumschränzer – hier an der Brugger Fasnachtseröffnung im 2015 – hoffen auf Hinweise zu potenziellen Vereinslokalen und auf Mithilfe der Fasnachtsbegeisterten.

Das beim Brand im Sommer dieses Jahres stark beschädigte Lokal der Windischer Schwellbaumschränzer wird nicht saniert. Die Guggenmusik bittet die Fasnachtsbegeisterten um Mithilfe bei der Suche nach einem Ersatz.

Nach langem Bangen, Hoffen und Warten besteht Gewissheit: Es lohnt sich nicht, die Vereinshütte der Windischer Guggenmusik Schwellbaumschränzer wird nicht saniert. Im Sommer dieses Jahres war die Lokalität an der Unterwerkstrasse bei einem Brand stark beschädigt worden. Personen kamen glücklicherweise keine zu Schaden, zum Zeitpunkt des Feuerausbruchs befand sich niemand im alten Holzgebäude.

Gelagert wurde in diesem aber einiges Material, angesammelt haben sich im Laufe der Zeit viele Andenken. Schliesslich besteht die Guggenmusik seit 1977. «Alle unsere Sitzungen, Vereinsfeste sowie Zusatzproben wurden in der Hütte abgehalten», hält Aktuarin Jasmine Wächter fest. «Die Masken entstanden im Estrich und während der Fasnacht trafen wir uns in der Hütte, um uns beim Schminken gemeinsam auf einen neuen Tag einzustimmen.» Kurz: Der Verlust sei ein sehr emotionales Ereignis für den Verein. «Wir erlebten dort einen Grossteil unserer tollen Momente, die in Erinnerung bleiben.»

Idealerweise besteht Platz für Bestuhlung für 40 Leute

Zur Verfügung gestellt wurde das Gebäude von der Immobilienfirma Reliag AG. Bei deren Team bedanken sich die Schwellbaumschränzer. «Wir können auf eine sehr angenehme Beziehung zurückblicken und wurden auch in den letzten Wochen stets unterstützt.»

Die Guggenmusik ist nun auf der Suche nach einem valablen Ersatz, ob ein Schopf, eine Hütte, ein Lager oder eine Zivilschutzanlage. Gefragt ist eine Lokalität, die für Sitzungen genauso genutzt werden kann wie für die Besammlung und zum Schminken während der Fasnacht, für Vereinsanlässe wie Helferfeste oder auch für Registerproben.

Idealerweise, sagt Jasmine Wächter, bietet die neue Schränzerhütte Platz für eine Bestuhlung für bis zu 40 Mitglieder, verfügt über Sanitäranlagen, Wasser- und Stromanschluss, vielleicht sogar über zwei Räume. Geeignet sei ein Standort in der Region Windisch und Brugg, optimal Nähe Bahnhof, aber ausserhalb des Wohnquartiers, etwa im Industriegebiet abseits von Nachbarn.

Bei Renovationen können sie selber Hand anlegen

Der Verein müsse realistisch sein, räumt die Aktuarin ein. Das Budget sei klein. 200 Franken monatlich nennt sie als Grössenordnung für den Mietpreis. «Wir haben aber viele handwerklich begabte Schränzer und sind auch bereit, Zeit in das neue Lokal zu investieren, um gegebenenfalls allfällige Renovationsarbeiten zu übernehmen.»

Wie so oft im Leben, weiss die Guggenmusik, geht vieles einfacher mit Unterstützung. Fasnachtsbegeisterte sind deshalb aufgerufen, sich zu melden, wenn sie ein potenzielles Vereinslokal wissen, das leer und zur Vermietung steht. Präsidentin Rachel-Dalila Bertschi freut sich über jeden Hinweis (praesi@schwellbaumschraenzer.ch) und dankt allen für die Mithilfe. «Wir blicken positiv und guter Hoffnung in die Zukunft, dass wir einen geeigneten Ersatz finden», sind die Schwellbaumschränzer überzeugt.

Neben der Suche nach einem neuen Lokal hält den Verein auch die Coronasituation auf Trab. Ihr grösstes Hobby dürften sie derzeit nicht ausleben, stellen die Schwellbaumschränzer fest. Entmutigen lassen sie sich aber nicht, im Gegenteil: «Wir wissen, dass wir wieder Fasnacht machen werden – die einzige Frage ist nur wann!» (mhu)

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