Brugg

Nach 12 Jahren: Suppenbar «Souperbe» schliesst ihre Türen

Vor allem am Mittag ist das Restaurant Souperbe an der Storchengasse 8 ein beliebter Treffpunkt.

Vor allem am Mittag ist das Restaurant Souperbe an der Storchengasse 8 ein beliebter Treffpunkt.

Ende März ist Schluss. Lucie Soland betreibt künftig nur noch ihren Suppenladen und zwar neu an ihrem Wunschort in Brugg weiter.

Mit ihren qualitativ hochwertigen und nicht alltäglichen Suppenbar-Köstlichkeiten hat sich Lucie Soland in der Stadt Brugg seit September 2008 einen guten Namen gemacht. Wer regelmässig im Lokal an der Storchengasse 8 einkehrt, weiss, dass es hier mit frischen Salaten und feinen Crêpes noch mehr als reichhaltige Suppeneintöpfe gibt.

In der Alten Post an der Hauptstrasse 12 betreibt Lucie Soland ausserdem seit Mai 2015 als Zwischennutzung jeweils von Donnerstag bis Samstag einen Suppenladen unter dem Motto «Kochen, Schenken, Geniessen». Erst kürzlich hat sie den Mietvertrag mit der Stadt Brugg um ein Jahr verlängert.

Doch nun hat sich die 53-Jährige aus dem Ortsteil Wil in der Gemeinde Mettauertal zu einem Strategiewechsel entschieden. Das Restaurant an der Storchengasse wird Ende März 2020 geschlossen.

Die drei Angestellten mit insgesamt 230 Stellenprozenten haben die Kündigung erhalten. Mit dem Suppenladen zieht Soland im April 2020 an die Hauptstrasse 17 um, in die Räumlichkeiten, die sie schon 2015 gerne bezogen hätte, wenn ihr die Mobiliar-Versicherung nicht zuvorgekommen wäre.

Die Nachfrage der Gäste hat sich schleichend verändert

Ihr Geschäft soll wieder über eine Grösse verfügen, die zu ihr passe, sagt Lucie Soland und trinkt einen Schluck Tee. Sie erzählt, wie sich die Nachfrage der Gäste schleichend verändert hat.

Firmen sind weggezogen oder für die Verpflegung der Angestellten besser ausgerüstet als früher. «Wir leben vor allem von den Mittagsgästen und von Anlässen», sagt die Geschäftsführerin.

Auf einer Wunschliste können die Gäste aufschreiben, welche Suppe sie vor der Schliessung unbedingt nochmals essen möchten. «Manche Gäste glauben, dass ich aufgrund der Wunschliste noch ein Rezeptbuch herausgebe», sagt Soland. Dabei wäre das nicht das erste Mal. Denn 2014 spannte sie mit der Texterin Katja Seifried zusammen, um ein Suppenbuch zu realisieren.

Künftig will sich Soland auf den Laden konzentrieren und vor allem auch Kunsthandwerkern eine Verkaufsplattform bieten. Angedacht ist, den neuen Laden von Dienstag bis Freitag jeweils ab 12 Uhr und am Samstag den ganzen Tag zu betreiben.

Mobiliar-Versicherung bleibt dem Standort Brugg treu

Die Mobiliar wird zwar den Standort an der Hauptstrasse 17, nicht aber die Stadt verlassen, sagt auf Nachfrage Mobiliar-Generalagent Markus Fisler von der Generalagentur Lenzburg, zu der die Agentur Brugg gehört.

Nach dem Auszug der Mobiliar gibts hier Kunsthandwerk und Kulinarisches.

Nach dem Auszug der Mobiliar gibts hier Kunsthandwerk und Kulinarisches.

Die Versicherungsgesellschaft wird ein neues Büro ganz in der Nähe mieten: an der Laurstrasse 10, wo auch der Schweizer Bauernverband sein Domizil hat. Der Umzug ist im Februar 2020 geplant.

Neu werden im Aussendienstbüro vier statt drei Mitarbeitende tätig sein. «Die Räumlichkeiten sind heller und weisen zudem auch ein separates Sitzungszimmer auf», nennt Fisler einen Vorteil. «Und wir profitieren von der Infrastruktur des Bauernverbands, die wir mitbenützen können.»

Der Umzug in das nur 240 Meter – oder 3 Gehminuten – entfernte Lokal erfolgt übrigens an einem Tag. «Der Betrieb in unserem Aussendienstbüro wird natürlich gewährleistet», versichert der Generalagent. «Das heisst, unsere Kundinnen und Kunden werden auch an diesem Sondertag in gewohnter Mobiliar-Qualität bedient.»

Das sind die Aargauer Gastro-News 2019

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