David Eiermann lächelt, wenn man ihn auf das Musikmekka Lupfig anspricht. Musik, betont der Trompeter und Dirigent des Militärspiels FU Br 41, spiele in dieser kleinen Gemeinde eben eine grosse Rolle. «Was heisst nur hier», korrigiert sich der junge Mann, «Musik ist im gesamten Eigenamt präsent». Wie sehr, erfährt der angehende Primarlehrer aus Birr als Vorstand in der Musikschule Eigenamt immer wieder.

Dieser Umstand mag mitentscheidend gewesen sein, 2010 erstmals den Workshop «Jugendmusik und Militärmusik» auszurichten. Musiker des Militärspiels sollten Jugendliche unterrichten und mit ihnen Stücke einstudieren, die danach im gemeinsamen Platzkonzert zu hören sein würden. Eiermann wollte mit dem kostenlosen Workshop «Kindern und Jugendlichen ein einmaliges und unvergessliches musikalisches Erlebnis» ermöglichen. Damit verknüpft war die Hoffnung, dass die jungen Menschen mit der schweizerischen Blasmusik vertrauter und sich davon begeistert zeigen würden.

Kürzere Gesamtprobe

Dreissig Neugierige hatten den Workshop 2010 mitgemacht und waren danach unisono der Meinung: «Das ist eine gute Sache.» Diese wird nun weitergeführt im November 2011 sowie im Frühling 2012 (dann wird Marschmusik im Zentrum stehen). Erneut stellt die Schule die Probenräume gratis zur Verfügung; wiederum werden Musiker des Spiels FU Br 41 als Lehrende für verschiedene Register zur Verfügung stehen; abermals ist das Militärspiel für das Notenmaterial besorgt. Leichte Modifikationen erfährt lediglich der programmliche Ablauf. Eiermann: «Wir werden früher beginnen, um mehr Gewicht auf die Registerprobe zu legen, dafür ist die Gesamtprobe kürzer.»

Zwei Ohrwürmer

Der Dirigent ist gespannt, ob sich 2011 ebenfalls vornehmlich Trompeter und Kornettisten melden werden. Wie auch immer das temporäre Blasorchester indessen besetzt sein mag – es wird mit «Hello Dolly» und «Raiders March» zwei Ohrwürmer erarbeiten, die sich beim Platzkonzert bestimmt gut anhören werden.