Brugg
Musikschule Brugg feiert Geburtstag - mit falschem Hund und echten Gefühlen

Die Musikschule Brugg feierte ihren 25. Geburtstag mit einem Fest im Campussaal Brugg-Windisch. 460 Gäste, unter ihnen Regierungsrat Alex Hürzeler, nahmen daran teil. Auf dem Podium sass mit über 100 Musizierenden ein riesiges Orchester.

Elisabeth Feller
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Begrüssung von der Musikschulleitung - Ursula Peterhans und Jürg Moser
11 Bilder
Die Reihen im Campussaal sind besetzt
Mani Sokoll moderiert den festlichen Anlass
Immer wieder ein schöner Anblick – der Campussaal
Gabriele Hammen, Leiterin der Musikschule Rottweil, überreicht Jürg Moser einen Rottweiler als Geschenk
Ein solches Riesenorchester habe er noch nie gesehen, sagt Regierungsrat Alex Hürzeler
Ein Rottweiler als Geschenk von der Musikschule Rottweil an die Musikschule Brugg
Dirigent Roland Brogli strahlt, weil alles glückt
Daniel Moser, Stadtammann von Brugg, war auch einmal in einer Musikschule
Musikschule Brugg feiert 25. Geburtstag
Sie spielen Venus, einen Hit von den Shocking Blue

Begrüssung von der Musikschulleitung - Ursula Peterhans und Jürg Moser

Sandra Ardizzone

Aufgeschnappt

Auch der Brugger Stadtammann Daniel Moser hat Erfahrungen mit der Musikschule - allerdings mit der Vorgängerin der heutigen Musikschule Brugg. Als Schüler radelte er von Turgi nach Brugg, was er aber noch so gerne tat. Denn in Brugg lebte seine Grossmutter. Und die bescherte dem Enkel das, was Moser als sein Lieblingsmenü bezeichnet: Rösti mit Fleischkäse.

Regierungsrat Alex Hürzeler ist seit fünf Jahren Kulturminister. In dieser Zeit hat er vieles gesehen, eines aber nicht: «Ein Riesenorchester wie dieses hier auf der Bühne des Campussaals.» Hürzeler zeigte sich über die jungen Musiker und Musikerinnen derart begeistert, dass er flugs nachschob: «Der Mensch braucht Musik.»

Mani Sokoll ist eine bekannte, gewiefte Moderatorin, die auch eine vertrackte Situation schlagfertig und charmant meistert - wie beim Festakt im Campussaal. Strahlend kündete sie «das Orchestra della Scuderia mit Sicilienne und Tarantella des holländischen Kommun . . . ähm . . . Komponisten Jos van den Dungen» an. Auf den vermeintlichen Kommunisten reagierte das Publikum mit Gelächter. «Jesses Gott, was han i jetzt grad gseit?», fragte Mani Sokoll und fügte sogleich entschuldigend hinzu: «Es ist halt ein bisschen heiss hier drinnen.» (EF.)

«Wir wollen nirgendwo anders feiern», hatten Ursula Peterhans und Jürg Moser, Leiter der Musikschule, im Vorfeld gesagt. Man begreift sofort, weshalb es nur dieser eine Raum sein kann: Ein weit über 100 Mitwirkende zählendes Jubiläumsorchester nimmt auf und vor der Bühne Platz.

Die Musikschule Brugg feiert ihren 25. Geburtstag mit 460 Besucherinnen und Besuchern - da darf schon mit der grossen Kelle angerichtet werden. Anders gesagt: Alle, ob Anfänger oder Fortgeschrittener, dürfen am Festakt ihr Können zeigen. «Die Musik steht im Zentrum», hatte Moser gesagt, weshalb die exakt getimten Reden knapp ausfallen. Dirigent Roland Brogli steigt aufs Podium und schon geht die Post ab mit Felix Grafs Arrangement einer berühmten Filmmusik - «Pirates of the Caribbean».

«Nur für erlesene Freunde»

Jürg Moser freut sich in seiner Begrüssung über die Entwicklung der MSB und hofft auf einen Weiterausbau - danach übergibt er an Moderatorin Mani Sokoll, die einen deutschen Gast ankündigt: Gabriele Hammen, Leiterin der Musikschule in Rottweil, Partnerstadt von Brugg. «Uns verbindet eine langjährige, wunderschöne Freundschaft», sagt Hammen strahlend, weshalb sie nicht mit leeren Händen komme.

Sie überreicht Ursula Peterhans und Jürg Moser einen Rottweiler. Bewahre, keinen echten, sondern «eine Statue des Bildhauers Hörl, die es nur für erlesene Freunde gibt». Alle sind gerührt und sind es gleich nochmals. Regierungsrat Alex Hürzeler erwähnt, dass er sich tags zuvor in Königsfelden von «babel überall» mit Schülern aus Neuenhof begeistern liess - «und jetzt erlebe ich das hier».

Musik berühre und bewege Menschen in alle Richtungen, so der Bildungsdirektor weiter. Sein Fazit: «Musik gehört zu unserer Gesellschaft» und mit Blick auf die Musikschule Brugg: «Sie isch d' Brugg zur Musig». Freude macht die MSB auch Daniel Moser. Der Brugger Stadtammann garniert seine Rede mit hübschen Anekdoten, richtet aber vor allem «ein Riesenkompliment an die Brückenbauer - die Lehrpersonen ». Eine von ihnen ist der Klavierlehrer Felix Graf, der für den Geburtstagsanlass «Matinale» komponiert hat - ein Werk mit Potenzial für Filmmusik.

Musikschulball Simmengut, 16. August, 18 bis 1 Uhr: musikschule@brugg.ch