Windisch

Musical ist eben nicht gleich Musical – die Musikgesellschaft Eintracht beweist es

Die Bläserinnen und Bläser der Musikgesellschaft Eintracht bewies am Samstag, dass Musicals einen in verschiedene Welten führen können.

Die Bläserinnen und Bläser der Musikgesellschaft Eintracht bewies am Samstag, dass Musicals einen in verschiedene Welten führen können.

Die Musikgesellschaft Eintracht lud ihr Publikum am Samstag auf eine musikalische Reise ein.

Ein Wolkenband zog am Samstagabend über Windisch und brachte Regenfälle. Doch die trübe Wetterlage spielte für die Musikgesellschaft Eintracht Windisch bei der Durchführung des Jahreskonzerts 2019 keine Rolle. Geschützt vor der kalten Nässe sassen die Besucher in der Turnhalle an der Dorfstrasse in Windisch an ihren Plätzen. Das Servicepersonal wirbelte unter lautem Gerede durch die zahlreichen Tischreihen, um letzte Bestellungen aufzunehmen. Da erschien auf einmal die Juniorenband Windissimo auf der Bühne. Sofort machten sich die Kinder gemeinsam mit dem Ehrendirigenten Markus Fankhauser bereit für den Auftritt. Das Hallen der Stimmen begann abzuflachen, die Deckenbeleuchtung wurde zugunsten der Scheinwerfer gedimmt. Das Publikum sass im Dunkeln, Windissimo im Scheinwerferlicht. Es herrschte Stille; die Show konnte beginnen.

Klingen alle Musicals gleich?

Nach der Vorführung zweier Eröffnungsstücke schritt die gesamte Musikgesellschaft in Eintracht zur Bühne. Traditionsmässig stimmten sie in ein Werk zusammen mit dem Nachwuchs von Windissimo ein. Diesmal war es «The Bare Necessities» aus dem Film «das Dschungel- buch». Danach wurden die musizierenden Kinder vom Bläser der ersten Posaune, Linus Thieme, verabschiedet, der sogleich nüchtern das weitere musikalische Programm verkündete. Demnach konnte sich das Publikum auf eine bunte Zusammenstellung von Kompositionen aus vielen verschiedenen Musicals freuen.

Den Auftakt bildete dann ein Musikstück namens «Highlights from La La Land», durch welches der Dirigent Pascal Gruber mit reger Gestik und voller Herzblut führte, wodurch beim Publikum teils Gefühle der Sehnsucht und auch Liebe geweckt wurden. Daraufhin trat Linus wieder nach vorne, als sich plötzlich der Bläser der zweiten Klarinette, Kaspar Oplatka, schlecht gelaunt zu Wort meldete: «Alle Musicals klingen gleich.» Während im Publikum Gelächter zu hören war, konterte Linus mit der Vielfältigkeit der Musicals, die er unter Beweis stellen wollte.

Nein, sie können vielfältig sein

Entsprechend diesem Vorhaben verlief dann der restliche Abend, wobei den Zuhörerinnen und Zuhörern mit Klassikern wie «The Phantom of the Opera», «Mamma Mia» oder auch «The Lion King» eine Vielzahl von Gefühlswelten geboten wurde. Schlussendlich musste auch Kaspar zugeben, dass Musicals vielfältig und packend sein können.

Kurz vor Ende des Konzertabends stellte sich Präsident Philip Wernli vor die Gäste, um sich für deren Aufmerksamkeit zu bedanken. Dirigent Pascal Gruber äusserte sich im Nachhinein ebenfalls positiv über das Publikum in Windisch. Dieses wiederum ehrte die Musikanten und Musikantinnen mit tosendem Applaus. Einmal mehr hat die Musikgesellschaft Eintracht Windisch ihr Können unter Beweis gestellt.

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