Brugg

Motionen zu Sport und Stadion: SVP-Einwohnerrat stört sich an Verzögerung

Der Brugger SVP-Einwohnerrat Miro Barp bezeichnet das Stadion Au als «Schandfleck der Stadt Brugg».

Der Brugger SVP-Einwohnerrat Miro Barp bezeichnet das Stadion Au als «Schandfleck der Stadt Brugg».

Miro Barp will vom Brugger Stadtrat wissen, was mit seinen Motionen bezüglich Sport und Stadion Au passiert. Damals verlangte er, dass geprüft wird, ob und wie in Brugg genügend Bewegungs- und Sportmöglichkeiten gewährleistet werden können. Auch das Thema Kunstrasen greift er nochmals auf.

Die Sportmöglichkeiten sowie das Stadion Au treiben SVP-Einwohnerrat Miro Barp schon länger herum. Im Oktober 2019 reichte er gemeinsam mit der heutigen Einwohnerratspräsidentin Rita Boeck (SP), Willi Wengi und Michel Indrizzi (beide FDP) eine Motion ein, mit welcher der Stadtrat verpflichtet wurde, aufzuzeigen, wie in Brugg genügend Bewegungs- und Sportmöglichkeiten – speziell für Kinder und Jugendliche – gewährleistet werden können. Damals verlangte Barp auch, dass das Erstellen eines Kunstrasens geprüft wird.

In einer Kleinen Anfrage an den Stadtrat will Barp nun wissen, wie der Stand bezüglich Umsetzung der Motion ist. «Bisher hat der Stadtrat lediglich bei der Fachhochschule Nordwestschweiz eine Umfrage in Auftrag gegeben und im Rechenschaftsbericht 2019 bekundet, dass für die abschliessende Beantwortung der Motion Ergebnisse der Schulraumplanung nötig seien», kritisiert Barp in der Anfrage. Darum will er vom Stadtrat wissen, was dieser bis anhin zur konkreten Umsetzung der Motion unternommen habe und bis wann die Motionäre mit Bericht und Antrag rechnen können.

Das Thema Kunstrasen taucht wieder auf

Eine weitere Frage, die Barp stellt: «Ist der Stadtrat der Meinung, die Bedürfnisse der Bevölkerung hätten sich nach der Schulraumplanung zu richten?» Seiner Meinungen nach müsste es gerade umgekehrt sein, argumentiert er. «Die Bedürfnisse der Bruggerinnen und Brugger sollten in die Schulraumplanung einfliessen.»

Einwohnerrat Miro Barp setzt sich für den Sport in Brugg ein.

Einwohnerrat Miro Barp setzt sich für den Sport in Brugg ein.

Zudem will der SVP-Politiker wissen, ob der Stadtrat Sofortmassnahmen plant, um die in der Motion aufgezeigte prekäre Situation bei den sportlichen Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen bis zum Vorliegen eines Gesamtprojekts zu entschärfen. Auch das Thema Kunstrasen greift der SVP-Einwohnerrat nochmals auf. Er stellt die Frage, ob der Stadtrat diesbezüglich bereits Überlegungen angestellt hat oder ob auch dazu eine abgeschlossene Schulraumplanung erforderlich sei.

Motion zum «Schandfleck der Stadt Brugg»

Hängig ist zudem Barps Motion zur Neugestaltung des Eingangsbereichs im Stadion Au, die er im März 2018 eingereicht hatte. «Seit der Annahme sind gut zwei Jahre vergangen, ohne dass der Schandfleck der Stadt Brugg mit dem unansehnlichen Salzsilo verschwunden wäre», bemängelt der SVP-Einwohnerrat.

Er vermutet gar: «Das ungepflegte Erscheinungsbild des Stadions Au fördert Vandalismus und könnte dazu beigetragen haben, dass Zürcher Leichtathletik-Sportvereine während des Lockdowns anreisten und hier verbotenerweise trainierten.» Konkrete Schritte seien noch nicht unternommen worden, um die Situation zu ändern, schreibt Barp.

In einer Interpellation will er nun wissen, wie der Stadtrat die Neugestaltung des Eingangsbereichs des Stadions priorisiert und was die Gründe für die Verzögerung der Umsetzung der Motion sind. Er will auch wissen, bis wann ein konkretes Projekt vorliegt und die Brugger Vereine damit rechnen können, dass sie ihren Sport in «einem angemessenen Umfeld» treiben können.

Meistgesehen

Artboard 1