Brugg

Monsieur Prisma – sie wollen mit einem Bau am Brugger Stadtfest hoch hinaus

Beim Erdbeeribrunnen wird Monsieur Prisma aufgebaut (v. l.): Sergio Quirici, Zoe Hartmann, Lena Büeler und Tobi Zanin.

Beim Erdbeeribrunnen wird Monsieur Prisma aufgebaut (v. l.): Sergio Quirici, Zoe Hartmann, Lena Büeler und Tobi Zanin.

Zwei junge Frauen und zwei junge Männer wollen am Stadtfest etwas Nachhaltiges schaffen.

Monsieur Prisma. Das klingt nach gemütlichem altem Mann, nach Charme und ja, auch etwas geheimnisvoll. Hinter Monsieur Prisma stecken Lena Büeler (27), Zoe Hartmann (28), Tobi Zanin (31) und Sergio Quirici (28). Monsieur Prisma ist ihr Stadtfest-Brugg-Projekt.

Am Anfang stand die Idee eines prismenförmigen Holzbaus. Zweistöckig muss er sein, das war die Bedingung von Schreiner Tobi Zanin. Gemeinsam mit Sergio Quirici, der Bauleiter ist, entwickelten sie die Pläne weiter. Das war im Frühling 2018. Ihr Ziel: «Wir wollen zwei lässige Wochenenden erleben in einem selbst gemachten Bau, der ‹verhebt›», sagt Tobi Zanin.

Er und Sergio Quirici haben Erfahrung mit dem Aufstellen von Holzbauten am KleinLaut-Festival in Riniken. Nun stecken sie ihr Wissen und ihre Energie in

So soll die zweistöckige Beiz Monsieur Prisma dereinst aussehen. Zu sehen sein wird der Holzbau am Stadtfest in Brugg Ende August 2019.

   

einen eigenen Bau, der am Stadtfest in Brugg Ende August beim Erdbeeribrunnen aufgestellt wird. Im Erdgeschoss wird Barbetrieb herrschen, im Obergeschoss können die Besucher entspannen, ausschnaufen und den Blick über den Festbetrieb in der Altstadt schweifen lassen oder zur Musik von verschiedenen DJs ausgelassen tanzen.

Angebot für kleine Open Airs

Die Vorproduktion des Baus ist schon weit fortgeschritten, die Elemente praktisch fertig. Die massive Konstruktion soll nach dem Stadtfest nicht irgendwo verrotten oder verscherbelt werden. Zu schade wäre das für das Geld und die Arbeit, die hineingesteckt worden sind. Nachhaltigkeit ist der Gruppe wichtig. «Wir planen, den Bau nach dem Stadtfest zu vermieten», erklärt Lena Büeler, die mit Zoe Hartmann im Herbst 2018 in das Projekt einstieg. So sollen beispielsweise kleine Open Airs die Möglichkeit haben, den Bau zu mieten, inklusive Dienstleistung des Aufbaus. Und ja: An ein mögliches Engagement an der nächsten Badenfahrt denkt die Crew von Monsieur Prisma ebenfalls. Auch darum ist Monsieur Prisma ein Verein, der aber zurzeit keine weiteren Mitglieder braucht.

«Verfärbt», das Motto des Stadfests, nimmt Monsieur Prisma indirekt mit seinem prismenförmigen Bau auf. Ein Prisma spaltet Licht in Spektralfarben. Nachts werden die Holzlatten des Baus von hinten mit verschiedenen Farben beleuchtet. «Wir haben aber den Anspruch, dass der Bau auch tagsüber schön aussieht», sagt Sergio Quirici. Bezüglich Licht- und Tontechnik arbeitet das Team von Monsieur Prisma mit der Brugger Noxtron Event zusammen.

Fürs schöne Aussehen des Baus sind Lena Büeler, Dekorationsgestalterin, und Zoe Hartmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Pharmabranche, zuständig. Sie haben das Auge fürs Detail und sind daran, die Dekoration zusammenzustellen – Kissen, Lampen usw. Zudem bereiten sie das Essen vor, das am Stadtfest verkauft wird. «Eigentlich sind wir bezüglich Rollenverteilung nicht so bünzlig, aber es hat sich einfach so ergeben», sagt Zoe Hartmann und lacht.

In der Küche am Tüfteln

Angeboten werden bei Monsieur Prisma ein Vegi-Tartar, eine Hummusplatte oder Pita-Brote (vegetarisch oder mit Poulet). An einem Abend wird von einem Profi eine Paella gekocht. Auf der Getränkekarte tauchen zudem selbst gemachte Sirups auf; noch sind Lena und Zoe in der Küche am Tüfteln, welche Sorte es letztlich sein wird.

Doch Monsieur Prisma hat nicht nur kulinarisch etwas zu bieten. Auf der Terrasse wird es Yogastunden geben, auch ein Jassturnier und ein Batik-Workshop stehen auf dem Programm. Batik passt natürlich bestens zum Stadtfest-Motto und gleichzeitig erlebt die Kleiderfärbemethode aus Indonesien zurzeit sowieso ein Revival. Bei den musikalischen Darbietungen soll für alle Geschmäcker etwas dabei sein, genauso, wie Monsieur Prisma an sich für jeden Besucher etwas bieten soll – für Familien, für Junge und für Ältere.

Finanziert wird Monsieur Prisma vom Gründerquartett sowie von Freunden und Angehörigen. Mit dem Erlös aus dem Verkauf am Stadtfest sowie später über die Vermietung des Baus soll irgendwann eine schwarze 0 herausschauen.

Unterstützung kann Monsieur Prisma aber gebrauchen. Vor allem in Form von Man- oder Woman-Power. «Wir sind offen für Helferinnen und Helfer bei uns hinter der Bar. Offen für Leute, die gerne einen Beitrag ans Gelingen am Stadtfest beitragen möchten», sagt Lena Büeler. Eintragen kann man sich direkt auf der Website von Monsieur Prisma: www.monsieur-prisma.ch.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1