Schinznach-Dorf

Modern, flexibel und hell: Das Schulhaus Feldschen ist eingeweiht

Der Neubau in Schinznach-Dorf fasst sechs Klassenzimmer. Die Einweihungsfeier fand allerdings nur im kleinen Rahmen statt.

«Es ist ein unaufgeregtes Gebäude mit viel Freiraum für die Schülerinnen und Schüler», beschreibt Projektleiterin Verena Hartmann vom Architekturbüro Walker AG das neue Schulhaus Feldschen in Schinznach-Dorf. An der Einweihungsfeier erklärte sie das dreigeschossige Gebäude, bestehend aus Sockelgeschoss mit Betonelementen und den zwei Obergeschossen in Holzbauweise.

Zunächst begrüsste jedoch Gemeindeammann Urs Leuthard die 30 geladenen Gäste: Beteiligte, Behördenmitglieder, Lehrpersonen des Schulhauses und Vereinsdelegationen. Er betonte, dass wegen der Covid-19-Epidemie die Einweihung für die gesamte Bevölkerung im Frühjahr 2021 nachgeholt werden wird.

Bausubstanz genügte den Anforderungen nicht mehr

Das Ergebnis einer Schulevaluation zeigte bereits in 2014 den erhöhten Platzbedarf der Primarschule auf. Zudem genügte die Bausubstanz des Schulgebäudes aus dem Jahre 1923 nicht mehr den heutigen Vorgaben. Im Sommer 2019 wurde es abgerissen. Bald darauf erfolgte die Grundsteinlegung für den Neubau. In den Sommerferien 2020 konnte er bezogen werden. Er besteht aus sechs Klassenzimmern, Gruppenräumen, dem Lehrerzimmer, der Aula, dem Foyer und einer Küche. Am 10. August konnte im «Feldschen» für zwei 5. Klassen und eine 6. Klasse mit insgesamt 50 Schülern der Schulbetrieb beginnen. «Mit diesem Neubau hat Schinznach für seinen Nachwuchs einen wichtigen Beitrag geleistet», erklärt Leuthard abschliessend und bedankt sich bei der Bevölkerung für die Bewilligung des Kredits und bei allen am Bauprojekt beteiligten Personen.

Verena Hartmann hebt die Besonderheiten des Schulgebäudes hervor. Sämtliche Räume sind an das helle Treppenhaus angeschlossen, überall ist Tageslicht und man erkennt die Materialien des Baus: hauptsächlich Holz und Beton sowie ein Anhydritboden. «Es wurde gesundes Schweizer Holz verwendet», erklärt sie den Innenausbau und die markante Holzfassade. Ein Schinznacher Baum dient als Stütze im Eingangsbereich. Er ist in Blau gehalten wie die Unterseite des Daches. Hartmann bedankt sich bei der Baukommission, mit der sie viel und hartnäckig diskutiert habe und dank derer die mobile Bühne realisiert wurde. Sie erklärt zu guter Letzt: «Ich war hier in der Bezirksschule und habe von meinem Biologielehrer diese Pflanze bekommen.» Sie überreicht den Topf mit dem garantiert pflegeleichten Christusdorn Schulleiterin Annina Clavadetscher.

Moderner Unterricht kann umgesetzt werden

«Bereits nach den ersten drei Wochen wird das Schulhaus optimal genutzt», ergänzt Architekt Norbert Walker. Die Lehrerschaft bestätigte ihm, dass das Raumklima hervorragend sei. Er wirft Gemeindeammann Urs Leuthard einen Ball zu, der in der neuen Spielkiste im Eingangsbereich Platz finden wird. Ulrich Salm, Präsident der Kreisschulpflege Schenkenbergertal übergibt Leuthard noch zwei Tischtennisschläger – zusammen mit einem Gutschein für weitere Spiele. Anschliessend gehen viele durch das helle, freundliche Gebäude. In den Klassenzimmern fallen die Boxen mit den iPads für jeden Schüler auf sowie der Visualizer und die dreiteilige «Tafel», bestehend aus klassischer Tafel, grossem Bildschirm und Whiteboard. Hier wird moderner Unterricht nach Lehrplan 21 umgesetzt.

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