Mit «Zebra» ist für einmal kein Tier mit einem Streifenmuster gemeint. Im Fall der Alstom Schweiz AG in Birr steht die Abkürzung für «Zero Emission Burner Apparatus». Konkret handelt es sich um ein Verbrennungslabor, in dem in enger Kooperation mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) Grundlagenexperimente für neue Gasturbinen-Systeme durchgeführt werden. Eingesetzt werden die Turbinen dann zur Stromerzeugung.

Weil der Standort des Verbrennungslabors «Zebra» innerhalb des Firmenareals verschoben wird, liegt auf der Regionalen Bauverwaltung Birr-Lupfig bis 31. März das Baugesuch für den Neubau der Anlage öffentlich auf.

Im Labor befindet sich ein Mini-Hochdruck-Verbrennungsprüfstand. Dieser könne mit für Gasturbinen typischen Bedingungen betrieben werden, hält die Alstom fest. Die Rede sei von einem Druck bis 20 bar, einer Eintrittstemperatur bis 600 °C sowie einer Verbrennungstemperatur bis 1500 °C.

Der Prüfstand ist laut Baugesuch sehr flexibel einsetzbar und die Versuchskosten seien – durch die kleinen Abmessungen – günstig. «Durch die optische Zugänglichkeit der Brennkammer können auch laserbasierte Messsysteme, die für den Einsatz an Gasturbinen entwickelt werden, getestet werden.» Dieser Prüfstand ist, so die Alstom weiter, Teil einer Reihe von Versuchsständen, die das Unternehmen am Standort Birr betreibe, um die Gasturbinentechnik laufend weiter zu entwickeln. (mhu)