Birr

Mit Tempo 30 wirds ruhiger und sicherer in den Quartieren in Birr

Künftig soll im Siedlungsgebiet in Birr Tempo 30 gelten.

Künftig soll im Siedlungsgebiet in Birr Tempo 30 gelten.

Weniger Gefahren, mehr Ruhe: Die Gemeinde Birr will im Siedlungsgebiet eine flächendeckende Tempo-30-Zone einführen. Derzeit liegen die Planunterlagen öffentlich auf.

Mit der Einführung einer flächendeckenden Tempo-30-Zone soll in Birr die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer – für die Schüler genauso wie für die weiteren Fussgänger und Velofahrer – gesteigert und in den Quartieren eine Verkehrsberuhigung erreicht werden. Die Wohnqualität, so das Ziel, wird verbessert.

Im Speziellen, fügt Gemeindeschreiber Alexander Klauz an, gehe es auch darum, eine Angleichung an die Nachbargemeinde Lupfig zu erreichen, «mit der unser Dorf ja zusammengebaut ist und in der bereits Tempo 30 gilt». Durch die Anpassung der Signalisationen und Markierungen könnten der bestehende Schilderwald gelichtet und Missverständnisse vermieden werden.

Es gilt Rechtsvortritt

Eine weitere Absicht ist es, den Durchgangsverkehr zu bündeln und aus den Quartieren auf die Durchgangsstrassen zu lenken. Die Pestalozzi-, Zentral- und die Nidermattstrasse sowie die Langgasse und das Industriegebiet sind von Tempo 30 ausgenommen.

Mit der Einführung der Verkehrsbeschränkung vorgesehen ist im ganzen Siedlungsgebiet eine ganze Reihe von neuen Signalisationen. Ebenfalls angepasst werden bei diversen Abzweigungen die Markierungen, denn innerhalb der Tempo-30-Zone gilt konsequent Rechtsvortritt. Bauliche Massnahmen werden auf ein Minimum beschränkt. Eine Herausforderung bei der Planung und Umsetzung sei es, sämtliche rechtliche Vorgaben einzuhalten, hält Gemeindeschreiber Klauz fest.

Verkehr hat zugenommen

Die Unterlagen für die Einführung der Tempo-30-Zone liegen bis 2. Februar auf der Bauverwaltung Eigenamt öffentlich auf. Rückmeldungen auf die Pläne seien bisher noch nicht aus der Bevölkerung bei der Gemeinde eingetroffen , sagt Klauz.

Rückblick: Den Kredit von 170 090 Franken für die Einführung von Tempo 30 genehmigte die Gemeindeversammlung im November 2014. Durch die rege Bautätigkeit in den letzten Jahren sei die Einwohnerzahl in Birr stark angestiegen, der Verkehr habe erheblich zugenommen, stellte der Gemeinderat damals fest. Zudem habe sich mit der Eröffnung der neuen Kantonsstrasse das Verkehrsgefüge auf der Pestalozzi- und der Zentralstrasse geändert.

Entschieden wurde, in Zusammenarbeit mit der Verkehrssicherheitskommission sowie mit Vertretern aus der Bevölkerung und der Schulpflege, die Verkehrssituation zu prüfen und ein Konzept inklusive Verkehrsgutachten erarbeiten zu lassen. Zur Diskussion standen zwei Varianten. Durchgesetzt hat sich diejenige mit flächendeckendem Tempo 30.

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