Schulführung und Lehrpersonen in Birrhard ist es nach einer belasteten Zeit gelungen, «mit einer aktiven und transparenten Kommunikation und dem vermehrten Einbezug von Eltern das Vertrauen in die Schule zurückzugewinnen und die Schule solide aufzubauen», heisst es in einer Medienmitteilung.

Im Rahmen der ersten externen Schulevaluation 2011/12 wurde die Schule Birrhard in zwei Ampelbereichen als nicht funktionsfähig eingestuft: Arbeitsklima und Qualitätsmanagement. Eine Nachevaluation erfolgte im Dezember 2014. Da die Defizite nicht behoben werden konnten, wurde die Schule weiterhin von der Schulaufsicht begleitet. Nun wurde die Schule Birrhard im Oktober 2016 erneut evaluiert – die zweite Evaluation beinhaltete jedoch aufgrund der Defizite auch eine weitere Nachevaluation.

Neustart war notwendig

Als erste Massnahme nach den schlechten Nachevaluationsergebnissen übernahm Sarah Keller das Präsidium der Schulpflege «und handelte in der Folge mit der Schulpflege konsequent und mit dem klaren Ziel eines Kurswechsels», steht in der Medienmitteilung. Begleitet wurde die Schulpflege durch die Schulaufsicht.

«Die Entlassung der damals verantwortlichen Schulleitung war ein erster grosser Meilenstein zum existenziell notwendigen Neustart der Schule Birrhard», wird weiter ausgeführt. «Mit der Verpflichtung von Monika Zimmermann, einer erfahrenen Schulleiterin, wurde als erstes ein solides Fundament geschaffen.» Neue Lehrpersonen wurden angestellt und gemeinsam mit der Schulleiterin habe im Kollegium «eine Basis des Vertrauens und eine hohe Identifikation mit der Schule» geschaffen werden können.

Wichtige Veränderungen

Personalführungsthemen, Zusammenarbeit der Lehrpersonen, Kommunikation nach innen und aussen sowie Abmachungen zu Qualität wurden in der Folge aufgegleist und laufend umgesetzt. «Monika Zimmermann ist es dank ihrem grossen Erfahrungsschatz in kürzester Zeit mit Bravour gelungen, dass die Schule heute über verbindliche Grundlagen für einen funktionierenden Schulbetrieb verfügt», ist festgehalten.

Und im Bericht der Fachhochschule heisst es: «Schulpflege und Schulleitung haben mit grossem Einsatz wichtige organisatorische Grundlagen und Kooperationsstrukturen geschaffen, um Entwicklungsvorhaben gezielt anpacken zu können.» Seit der zweiten Nachevaluation haben an der Schule Birrhard grosse personelle Veränderungen stattgefunden, so die Fachhochschule.

Diese waren aus Sicht des Evaluationsteams eine wichtige Gelingensbedingung für den Turnaround. «Im Weiteren ist er dem enormen Einsatz der Schulpflege zu verdanken, vorab der Schulpflegepräsidentin, die zeitweise die Schule ad interim geführt hat.» Unter der Federführung der Schulpflege und mit Unterstützung der Schulaufsicht habe die Krise bewältigt werden können. «Mit der neuen Schulleiterin ist es gelungen, die Schule in ruhige Bahnen zu lenken und gute Strukturen zu legen. Schulführungsverantwortliche und Lehrpersonen wollen vorwärtsschauen und sind zuversichtlich, dass man es gemeinsam schaffen kann.»

Auf stabilem Fundament

Das Schulteam ist «zuversichtlich, motiviert und auf einem sehr guten Weg. Die Schule wird weiter entwickelt und nächste Schritte werden geplant», wird betont. «Die Schulpflege setzt dabei auf die Schulleiterin, die mit Sicherheit noch weitere wichtige Impulse geben kann.»

Der detaillierte Evaluationsbericht der Schule Birrhard wird ab Mitte Januar auf der Gemeindekanzlei während der ordentlichen Öffnungszeiten zur Einsicht aufliegen. (az)