Habsburg
Mit harmonischem Ensemble sollen die Bauvorhaben vorangehen

Umbau von Liegenschaft an Dorfstrasse und Neubau von Mehrfamilienhaus sind geplant – in einem nächsten Schritt haben Stimmberechtigte das Wort.

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In Habsburg wird gebaut.

In Habsburg wird gebaut.

Walter Schwager

In Habsburg plant Hansueli Balmer den Umbau der bestehenden Liegenschaft Dorfstrasse 17 sowie den Neubau eines Mehrfamilienhauses auf dem südlichen Teil des Grundstücks. Bereits im Sommer 2013 übermittelte der zuständige Architekt die Unterlagen eines Vorprojekts zur Prüfung und Beurteilung durch die Bauverwaltung und den kantonalen Ortsbildschutz. Im Juni 2014 konnte der Architekt das überarbeitete Projekt präsentieren. «Damals kam man zum Schluss», hält der Gemeinderat im aktuellen Gemeindebulletin fest, «dass das Projekt in groben Zügen den Anforderungen entspricht, eine überdachte Zufahrt zur Tiefgarage aber das Ortsbild empfindlich stört und alternative Möglichkeiten in Betracht gezogen werden sollten.»

Da auf eine Tiefgarage nicht verzichtet werden kann und eine westseitige Erschliessung wegen ungenügender Sichtverhältnisse kaum realisierbar ist, wurde auf Anregung des Gemeinderats die Erschliessung von Osten über die Parzelle der Einwohnergemeinde in Erwägung gezogen. «Sowohl Ortsbildschutz sowie der Kreisingenieur bevorzugen diese Variante. Auch der Gemeinderat findet Gefallen am Bauprojekt von Hansueli Balmer», so die Behörde. «Mit der Sanierung des bestehenden Gebäudes und dem Neubau entsteht ein harmonisches Ensemble, welches zur Aufwertung des Dorfbilds beiträgt.»

Bauvorhaben von privaten Eigentümern auf öffentlichem Grund bedürfen eines im Grundbuch vermerkten Baurechts. Der Abschluss solcher Verträge fällt in die Zuständigkeit der Einwohnergemeindeversammlung. Anders gesagt: «Der Bauherr möchte das Projekt, welches in der vorliegenden Form nur mit der Zustimmung der Einwohnergemeindeversammlung realisiert werden kann, vorantreiben und ersucht deshalb um schnellstmögliche Beschlussfassung», wird im Gemeindebulletin ausgeführt. Der Gemeinderat möchte diesem Begehren nachkommen und beruft deshalb eine ausserordentliche Einwohnergemeindeversammlung am Freitag, 27. Februar, ein.

Stattfinden wird die ausserordentliche Gemeindeversammlung zusammen mit dem zweiten Wahlgang für die Ersatzwahl eines Gemeinderats für den Rest der Amtsperiode 2014–17. Rückblick: Am 21. November des letzten Jahres fand der erste Wahlgang statt. Weil sich niemand für dieses Amt zur Verfügung stellte, wurde die Wahl ohne Kandidaten durchgeführt. Das absolute Mehr wurde von niemandem erreicht. Im zweiten Wahlgang wählbar sind nur Personen, die offiziell für das neu zu besetzende Amt kandidieren. Bei mehreren Kandidaturen ist diejenige Person gewählt, die am meisten Stimmen auf sich vereinigt. Interessierte Personen werden eingeladen, sich zu einem unverbindlichen Gespräch bei der Gemeindekanzlei zu melden. (az)