Brugg
Mit guten Ideen und viel Engagement ins Abschlusslager nach Berlin

In wenigen Monaten reisen die Schüler der Oberstufe ins Abschlusslager – um dafür Geld zu verdienen, beweisen die Klassen je länger, je mehr Kreativität

Lukas Scherrer
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Dank viel Engagement reisen die Oberstufenschüler bald schon nach Berlin.

Dank viel Engagement reisen die Oberstufenschüler bald schon nach Berlin.

Keystone/AP dapd/Clemens Bilan

Noch trennen sie Wochen des Unterrichts, Stunden des Büffelns und so manche knifflige Prüfungsaufgabe vom grossen Tag: ihrem Abschluss der obligatorischen Schulzeit. Bevor die jungen Absolventen ihre Lehrstellen, Mittelschulen und berufsvorbereitenden Schuljahre antreten, locken erst noch lange Sommerferien – und für manche Klasse eine ausgelassene Abschlussreise. Die Vorbereitungen dazu beschäftigen derzeit auch die Schülerinnen und Schüler der vierten Oberstufenklassen in Brugg. Sie planen die letzte gemeinsame Klassenfahrt nicht nur selbst, sie bestreiten überdies einen grossen Teil der Kosten mit den unterschiedlichsten Engagements. Die eigenverantwortliche Organisation der Reise durch die Klassen sei eine Auflage der Schule wie Gesamtschulleiter Peter Merz erklärt.

Die Mädchen und Jungen der Sek 4d möchten ihre letzten gemeinsamen Tage als Klasse in Berlin verbringen. «Sie wollten unbedingt ins Ausland», erklärt Gina Kalt, die Lehrerin der Schülerinnen und Schüler aus dem Schulhaus Freudenstein in Brugg. Um das nötige Reisegeld dafür aufzutreiben, entwickelten die Jugendlichen gleich eine ganze Reihe von möglichen Ideen. «Wir haben diese im Klassenrat besprochen und die Schülerinnen und Schüler haben daraus ein Konzept erarbeitet», so Gina Kalt, die stolz hinzufügt: «Darin ist die Klasse besonders stark.» Vor einigen Wochen haben die Mädchen und Jungen der Sek 4d nun damit begonnen, ihr Konzept in die Tat umzusetzen – mit beachtlichem Erfolg.

An vier Freitagen hintereinander backten sie Zöpfe und lieferten sie an Kunden aus. Diese animierten sie im Vorfeld mit selbstgestalteten Flyern zum Kauf. «Allein mit dieser Aktion hat die Klasse fast 1000 Franken für die Reise verdienen können», erklärt die Lehrerin. An zwei weiteren Tagen organisierten die engagierten Jugendlichen ausserdem je einen Kuchenverkauf und planen, dies noch zwei Mal durchzuführen. Mit einer weiteren Flyer-Aktion bieten die Oberstufenschüler neu auch ihre Hilfe bei Arbeiten ums Haus an.

Durch die vielfältigen Engagements der fleissigen Mädchen und Jungen sei bereits eine schöne Summe für die Berlin-Reise zusammengekommen, so Gina Kalt. Ergänzt durch den Zustupf der Eltern dürfte dem letzten gemeinsamen Abenteuer der Schülerinnen und Schüler in der deutschen Hauptstadt also nichts mehr im Wege stehen.

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