Brugg-Lauffohr

Mit einem temporären Fahrverbot gegen den Schleichverkehr

In den Morgen- sowie in den Abendstunden soll die Durchfahrt für Motorwagen und Motorräder auf der Dorfstrasse in Lauffohr künftig verboten sein.

In den Morgen- sowie in den Abendstunden soll die Durchfahrt für Motorwagen und Motorräder auf der Dorfstrasse in Lauffohr künftig verboten sein.

Für die Steinbruchstrasse sowie die Dorfstrasse ist ein temporäres Fahrverbot in den Morgen- und Abendstunden vorgesehen. Damit soll die Stauumfahrung verhindert werden. Die Einsprachefrist läuft bis 23. September.

Dem Schleichverkehr in Brugg-Lauffohr wird der Kampf angesagt: Neu vorgesehen ist für die Steinbruchstrasse sowie die Dorfstrasse ein temporäres Fahrverbot in den Morgen- und Abendstunden.

Auf die Frage nach dem Grund für das geplante Verbot für Motorwagen und Motorräder verweist Heiner Hossli, Chef der Regionalpolizei (Repol) Brugg, auf das Verkehrsaufkommen auf der Zurzacherstrasse während der Hauptverkehrszeiten. Dieses sei mittlerweile so gross, dass sich der Stau bis eingangs Lauffohr bilde. «Wie an anderen Orten auch, suchen sich Verkehrsteilnehmer dann Umfahrungsmöglichkeiten durch die Quartiere», stellt Hossli fest.

Aber: «Diese Quartierstrassen sind jedoch nicht für eine solche Masse von Fahrzeugen konzipiert. Aus Sicherheitsgründen müssen dann Massnahmen geprüft werden.»
Anders gesagt: Ziel des neuen Verkehrsregimes sei es, mit einem temporären Fahrverbot Richtung Stadt von Montag bis Freitag die Stauumfahrung zu verhindern und auf diese Weise zur Sicherheit der Quartierbewohner beizutragen. Die Anwohner selber übrigens sind vom Fahrverbot nicht betroffen.

Die Einsprachefrist läuft

Im konkreten Fall habe der Quartierverein Lauffohr ein entsprechendes Gesuch an den Stadtrat gestellt für die Einführung eines gleichen Verkehrsregimes wie an der Sommerhaldenstrasse, sagt Hossli. Die Regionalpolizei Brugg hat dieses Gesuch geprüft und dem Stadtrat die Genehmigung empfohlen. Für die insgesamt vier Tafeln wird gemäss Offerte mit Kosten von 2900 Franken gerechnet.

Die ordentliche Ausschreibung für die Signalisation ist erfolgt, die Einsprachefrist läuft bis 23. September. Wie schnell eine Signalisation umgesetzt werden kann, hängt laut dem Repol-Chef jeweils davon ab, ob Einsprachen erhoben werden und wie speditiv diese bereinigt werden können.

Bei nötigen Signalisationen achte die Regionalpolizei Brugg grundsätzlich darauf, dass nur so viele Tafeln angebracht werden müssen, wie wirklich vom Gesetz her nötig sind, antwortet Hossli auf die Frage, ob nicht die Gefahr eines unübersichtlichen Schilderwalds besteht. In der Signalisationsverordnung des Schweizerischen Strassenverkehrsgesetzes, fügt der Repol-Chef an, sind diese Vorgaben umschrieben. «Die Notwendigkeit solcher Verkehrsregime wird aber auch fortlaufend überprüft. Sollten sich die örtlichen Situationen verändern, kann eine spätere Entfernung wieder geprüft werden.»

Keine weiteren Verbote geplant

Eine Einführung weiterer Verbote ist auf dem Brugger Stadtgebiet momentan nicht geplant, hält Hossli fest. «Wenn jedoch von der Bevölkerung Gesuche gestellt werden, müssen diese im Einzelfall sorgfältig geprüft werden.»

Nebenbei: Sowohl für die Sommerhaldenstrasse als auch für die Aegertenstrasse bestehen bereits temporäre Fahrverbote. Diese Massnahmen bewähren sich laut Regionalpolizei Brugg. «Aus der Bevölkerung haben wir auch entsprechende Rückmeldungen erhalten», sagt Hossli. Bei den seit der Installation der Signale erfolgten Kontrollen mussten mehrere Fahrzeuglenker gebüsst werden.

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Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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