Region Brugg

Mit einem innovativen Bildungsangebot haben sie die Region belebt

Gründungsmitglieder der VHS Region Brugg (v.l.): Urs Strässle, Kurt Gasser und Paul Bieger. Bild: cm

Gründungsmitglieder der VHS Region Brugg (v.l.): Urs Strässle, Kurt Gasser und Paul Bieger. Bild: cm

Vor 40 Jahren ist die Volkshochschule Region Brugg entstanden. Drei Gründungsmitglieder erinnern sich. Zum Jubiläum am 5. November hat der aktuelle Vorstand einen prominenten Referenten eingeladen.

Was in Wettingen 1962 im Seminarumfeld entstand, wurde in Brugg während Jahren kritisch beobachtet. Zwar wurden im Prophetenstädtchen Kurse in der Erwachsenenbildung angeboten, aber eine Volkshochschule (VHS) als Verein mit Statuten wollten die Kursanbieter damals in Brugg nicht gründen, weil man sich dann auch an die Vorgaben des kantonalen und schweizerischen VHS-Verbands hätte halten sollen.

Nachdem eine kleine Gruppe bildungspolitisch Interessierter im «Blauen Engel» in Rüfenach beschlossen hatte, eine VHS nicht nur für Brugg, sondern für die ganze Region zu lancieren, fanden sich Ende Oktober 1979 etwa 200 Personen zur Gründungsversammlung im Rathaussaal Brugg ein. Vierzig Jahre später sind es etwa 30 Mitglieder, die der Einladung zur ordentlichen Mitgliederversammlung am Montagabend ins «Odeon»-Forum folgen. Unter den Anwesenden sind vier Gründungsmitglieder.

Das Kursangebot wurde nach einem Jahr verdoppelt

Angesiedelt wurde die VHS bei der Kulturgesellschaft des Bezirks Brugg, die auch für die Herausgabe der Brugger Neujahrsblätter zuständig war. Der ehemalige Kantonsschullehrer Urs Strässle war damals Redaktor bei den Neujahrsblättern und kam dadurch im Effingerhof auch in Kontakt mit dem Drucker Paul Bieger. Sie und weitere Weggefährten aus verschiedenen Branchen hatten Lust, mit einem innovativen Bildungsangebot das graue Brugg zu beleben.

«Um die Volkshochschule – auch finanziell – breit abzustützen, haben wir von Anfang an die Region miteinbezogen», erinnert sich Kurt Gasser aus Scherz. Im ersten Winter waren 7 Kurse im Programm, ein Jahr später bereits 13. André Vonder Mühll, Rektor der Brugger Gewerbeschule, amtete als erster VHS-Präsident. Seine Sekretärin Rita Forster war die gute Seele der neuen Bildungsinstitution. Ihr war es zu verdanken, dass man sich mit dem ersten Einzahlungsschein gleichzeitig als Mitglied und für einen Kurs anmelden konnte. «Auf grosses Interesse stiessen die Kurse für Autogenes Training oder ein Referat von einem Frauenarzt, der Aspekte von der Pubertät bis zum Klimakterium thematisierte», erzählt Urs Strässle.

Rückblick auf 40 Jahre Berichterstattung

Vor wenigen Tagen ist das neue VHS-Programm erschienen. Die Palette der 34 angebotenen Kurse bis Mai 2020 reicht von «Digitalen Fettnäpfchen – ohne mich!» über «Rote Lippen soll man küssen» bis zum «Wurst-Seminar». Am 5. November findet der Jubiläumsanlass mit Auslandkorrespondent Werner van Gent statt. Um 19.30 Uhr blickt er im BWZ an der Annerstrasse 12 auf 40 Jahre Berichterstattung zurück.

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