Brugg
Mit diesem Werbefilm soll die Region Brugg bekannter werden

4 Minuten 42 Sekunden - genau so lange dauert es, um die Region Brugg kennen zu lernen. Das beweist der neue Imagefilm, der dieses Wochenende veröffentlicht wird.

Andrea Weibel
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Sara und Lukas werden Eltern. Darum suchen sie «einen Ort, wo wir uns als Familie wohl fühlen, wo wir neu anfangen können». Auf der Landkarte ist vieles schon gestrichen: Basel («Dialekt!»), Luzern («zu viele Touris!») und Zürich («zu teuer!») sind raus.

Doch dann erblickt Lukas einen kleinen Fleck, der noch grün ist: «Wieso nicht in die Region Brugg?», fragt er. Sara ruft naserümpfend: «In den Kanton Aargau?!» - «Wetten, dass dir die Region gefällt?», hält ihr Lukas schmunzelnd entgegen, schwingt sich aufs Velo und fährt los – einmal kreuz und quer durch die Region Brugg.

So beginnt der neue Imagefilm, den Regisseur Simon Weber für die regionale Standortförderung Brugg Regio innert fünf Tagen im Juni gedreht hat.

Dieses Wochenende wird er an der Expo erstmals öffentlich gezeigt. Verena Rohrer, Leiterin von Brugg Regio, von der die Idee zu einem solchen Film stammt, ist absolut zufrieden. «Unsere Region ist speziell, da wollten wir auch etwas Spezielles machen, um sie zu zeigen. Und das ist uns geglückt.«

Drei bis vier Minuten Werbung

Die Städte Aarau und Baden haben bereits Werbefilme gedreht, der 20-Minüter aus Baden ist sogar so kunstvoll, dass er an verschiedenen Filmfestivals gezeigt und ausgezeichnet wurde.

«Unsere Idee war es aber, in drei bis vier Minuten die Höhepunkte und die Vielfalt der Region zeigen zu können, denn der Film soll beispielsweise an Tagungen, bei Firmen, an Elternabenden oder Veranstaltungen der Fachhochschule gezeigt werden.»

Man soll sich nicht unbedingt an die Geschichte erinnern, sondern später sagen: «Weisst du noch, der witzige Werbefilm aus der Region Brugg?», erklärt Rohrer.

Regisseur aus der Region

Gesamthaft hat das Projekt «einen Betrag im unteren fünfstelligen Bereich» gekostet, Genaueres will Rohrer nicht preisgeben. Dafür hat Brugg Regio aber ein qualitativ hochstehendes Produkt erhalten.

«Wir hatten das Glück, mit Regisseur Simon Weber, der in der Region aufgewachsen ist, jemanden gefunden zu haben, der Land und Leute bereits kennt und weiss, was man unbedingt zeigen muss. Das merkt man.» Rohrer selbst hat sehr eng mit dem Filmteam zusammengearbeitet, die Idee zum Drehbuch ist in gemeinsamen Sitzungen entstanden.

Abgesehen von den beiden Hauptdarstellern Michi Fuchs und Nina Halpern kommen alle Schauspieler ebenfalls aus der Region. «Die meisten kommen aus meinem Bekanntenkreis, nur die drei Velofahrer hat der Regisseur mitgebracht», so Rohrer.

Neben dem Paul Scherrer Institut, der Fachhochschule, dem Legionärspfad, einer Schulklasse beim Raften auf der Aare, der Linner Linde und anderen erhält auch die Regionalpolizei einen kurzen Auftritt im Film.

«Ziel erreicht«

Dass Sara sich am Ende ebenfalls in die Region verliebt, ist wohl keine Überraschung. Wie sie Lukas aber dazu bringt, zeigen die Filmemacher auf witzige Art auf. Die Region Brugg wird sonnig, grün, abenteuerlich, freundlich und interessant dargestellt.

Und die bisherige Kritik nennt den Film «erfrischend». «Genau das habe ich mir von dem Filmprojekt gewünscht. Ziel erreicht», freut sich Verena Rohrer.