Brugg
Mit diesem Plakat kämpft eine Schule gegen die Schliessung

Die Verantwortlichen des Berufs- und Weiterbildungszentrums (BWZ) weibeln für den Standort Brugg: Dem BWZ droht die vollständige oder teilweise Schliessung, weil der Regierungsrat Berufsschullandschaft im Aargau umpflügen will.

Janine Müller
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Max Zeier, Präsident des Schulvorstands, präsentiert das neue Plakat.

Max Zeier, Präsident des Schulvorstands, präsentiert das neue Plakat.

Janine Müller

Dem Berufs- und Weiterbildungszentrum (BWZ) droht die vollständige oder teilweise Schliessung, weil der Regierungsrat die Berufsschullandschaft im Aargau umpflügen will. Dem BWZ Brugg, das mit der KV-Schule im Flex-Gebäude an der Industriestrasse und mit den gewerblich-industriellen Berufen an der Annerstrasse beheimatet ist, droht – je nach Variante – eine Total- oder Teilschliessung (die az berichtete).

Jetzt wollen die Verantwortlichen der Schule mit ihrem Anliegen an die Öffentlichkeit treten. Seit Dienstag hängt beim neuen Busbahnhof auf Windischer Seite ein BWZ-Plakat. Gut sichtbar auf rotem Grund steht geschrieben: «Lebenswichtig für die Region: das BWZ Brugg!» Damit will die Schulleitung die Bevölkerung auf die Situation der Schule aufmerksam machen. «Und vielleicht regt das Plakat auch zum Nachdenken an», sagt Max Zeier, Präsident des Schulvorstands.

Er hofft, dass die Leute, die das Angebot der Schule schätzen, bei der Anhörung mitmachen. Denn jeder Bürger – nicht nur Institutionen oder Parteien – können den Fragebogen zur Schule ausfüllen. Bald will das BWZ Brugg auf einer separaten Website das entsprechende Formular aufschalten und eine vorgefertigte Version publizieren. Die Anhörung dauert noch bis Ende September. Anschliessend wird eine Botschaft verfasst, die dem Grossen Rat im Frühling 2016 präsentiert wird. Max Zeier will mit seinen Leuten die Anhörung so gut meistern, dass «wir in der Botschaft gar nicht mehr vorkommen».

Erwachsenenbildung in Gefahr

Einmal mehr betont Max Zeier, wie wichtig die Schule für die Region Brugg sei. «Können wir das KV hier nicht mehr anbieten, wird es auch keine Erwachsenenbildung mehr geben.» Auf Unterstützung kann Max Zeier zählen. 20 Personen aus der Wirtschaft, der Trägerschaft, der Politik und der Fachhochschule bilden eine Task-Force, die verhindern will, dass der Standort Brugg gestrichen wird.

Eines der Hauptargumente ist, dass man gut mit der Fachhochschule zusammenarbeitet und gut an den öffentlichen Verkehr angeschlossen ist. Eine Petition ist angedacht, wann und ob diese lanciert wird, ist zurzeit noch nicht spruchreif.

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