Sie haben Unterschriften gesammelt. In den Schulen, auf den Pausenplätzen. Die Jugendkommission Windisch, allen voran das Co-Präsidium Joya Kirchhofer (19) und Ruben Pais (19), will damit ein Zeichen setzen. Ein Zeichen, dass die Jugendarbeit etwas bringt und dass der Posten des Praktikanten nicht gestrichen werden darf.

Aus der Oberstufe

400 Unterschriften von Schülern aus der Oberstufe sind dabei zusammengekommen. Das heisst, dass rund 90 Prozent der Oberstufenschüler unterschrieben haben. Die Unterschriften sollen dem Einwohnerratspräsidenten Mathias Richner am nächsten Mittwoch vor der ersten Sitzung im neuen Jahr überreicht werden. In dieser Sitzung wird nochmals über das Budget für die Jugendarbeit debattiert.

Rückblick: Im letzten Oktober strich der Einwohnerrat den Betrag für das Regionale Jugendkonzept. Ebenfalls reduzierte er die Löhne für die Mitarbeitenden des Jugendtreffs. Der Gemeinderat kündigte an, eine neue Vorlage vorzulegen. Die Jugendkommission startete einen Rettungsplan.

Zeit war knapp

Das Sammeln der Unterschriften war ein Teil dieses Rettungsplans der Jugendkommission. Retten will sie den Lohn des Praktikanten, der weggekürzt werden soll. Das kommt der Streichung einer 20-Prozent-Vollzeitstelle gleich. Geplant war, dass die Kommissionsmitglieder in der ganzen Gemeinde sammeln gehen. Doch diesen Plan musste man bald aufgeben. «Dafür war die Kapazität einfach nicht da», erklärt Ruben Pais, Co-Präsident der Jugendkommission. «Alle Mitglieder der Jugendkommission arbeiten ja noch oder sind in der Lehre.» Zudem sei die Zeit denkbar knapp gewesen, da noch die Weihnachtsferien dazwischenkamen.

Doch nur beim Unterschriftensammeln wollte man es nicht belassen. In der Bezirksschule konnten Joya Kirchhofer und Ruben Pais auch die Jugendarbeit in den Klassen vorstellen gehen. Dabei konzentrierten sie sich vor allem auf Bezirksschüler, da von ihnen tendenziell weniger in den Jugendtreff kommen. Die Reaktionen der Schüler und auch der Lehrpersonen seien positiv gewesen, sagt Ruben Pais.

Besuch bei den Parteien

Das Co-Präsidium besuchte aber auch die Fraktionssitzungen der Parteien und machte sich dort nochmals stark für die Jugendarbeit. «Dass Joya und ich extra vorbeigegangen sind und dem Anliegen ein Gesicht gegeben haben, ist sehr gut angekommen», sagt Ruben Pais. Einzig bei der FDP, aus der im Oktober der Antrag kam, den Beitrag für die Jugendarbeit zu kürzen, konnten die Kommissionsmitglieder nicht vorstellig werden.

In der Sitzung der CVP konnten die beiden ebenfalls nicht vorstellig werden, es folge aber noch ein Telefonat mit der Fraktionspräsidentin, so Pais. Trotzdem haben die zehn hauptsächlich jungen Kommissionsmitglieder grosse Hoffnung, dass ihr Anliegen durchkommt. Es sei allerdings sehr schwierig Einzuschätzen, ob die Einwohnerräte ihre Meinung von der letzten Sitzung im Oktober nochmals ändern werden.

Einwohnerrat Windisch Mittwoch,

28. Januar, 19 Uhr, Gemeindesaal,

Gemeindehaus 8. Stock.