Brugg
Mit 110000 Franken soll der Schulweg sicherer gemacht werden

Auf der Laur- und auf der Sommerhaldenstrasse will der Stadtrat die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer erhöhen. 110000 Franken sollendie «gezielten und moderaten» Massnahmen kosten und dazu beitragen, den Schulweg sicherer zu machen.

Michael Hunziker
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Beispiel Sommerhaldenstrasse: Speziell für die Schülerinnen und Schüler soll im Schulhausbereich die Sicherheit erhöht werden.

Beispiel Sommerhaldenstrasse: Speziell für die Schülerinnen und Schüler soll im Schulhausbereich die Sicherheit erhöht werden.

Die Gefahrenstellen des Verkehrsnetzes der Stadt Brugg sind erkannt. Vorgenommen wurde auch eine Klassierung, damit die Schwachstellen auf den verschienen Ebenen und in den verschiedenen Zeiträumen behoben werden können (die az berichtete). Um ein Konzept zu erstellen und Sofortmassnahmen umzusetzen, steht jetzt ein Kredit von 110000 Franken zur Diskussion. Über diesen entscheidet der Einwohnerrat am 25.Januar.

Offener politischer Prozess

Der Hintergrund: 2009 gründeten engagierte Bruggerinnen und Brugger die Interessengemeinschaft (IG) Verkehrssicherheit, die sich für die Erhöhung der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer der Stadt einsetzt. An einer Begehung von Gefahrenstellen überreichte die IG Verkehrssicherheit dem Stadtrat und den Vertretern der Verwaltung im April 2011 ein Dossier mit rund 130 Gefahrenstellen. Im Juni des gleichen Jahres setzte der Stadtrat – um einen offenen politischen Prozess zu ermöglichen – eine Projektkommission Verkehr ein. Diese diskutierte und beurteilte an mehreren Arbeitssitzungen die Gefahrenstellen.

Vieles wurde bereits verbessert, einige Projekte werden zurzeit erarbeitet, andere sind abhängig von den Aussagen, die vom Kommunalen Gesamtplan Verkehr (KGV) erwartet werden.

Farbliche Gestaltungselemente

Bestandteil der Kreditvorlage sind die Sofortmassnahmen auf der Laurstrasse. Vorgesehen ist, die vorhandene Leitlinie zu entfernen und breite Bänder am Strassenrand zu markieren. Ebenfalls geprüft werden soll eine Trottoirnase, um die Sicherheit der Schulwegquerung zu steigern. Für die Habsburgerstrasse wird abgeklärt, wie sich eine Sperre in eine Richtung oder in beide Richtungen auswirkt und welche Konsequenzen das Projekt Südwestumfahrung Brugg haben wird.

Für die Sommerhaldenstrasse wird der Kommunale Gesamtplan Verkehr gemäss Stadtrat «vermutlich» eine Temporeduktion vorschlagen. Bereits heute sollen – «in Erwartung einer Tempo-30-Zonierung» – im Schulhausbereich abgestimmte Sofortmassnahmen für die Schulwegsicherheit getroffen werden. «Es handelt sich um Vorschläge für farbliche Gestaltungselemente der Fahrbahnoberfläche», führt der Stadtrat aus. «Die Sofortmassnahmen verbessern die Situation, bis allenfalls eine Tempo-30-Zone mit den dazugehörigen baulichen Massnahmen die endgültige Lösung für die Problematik bringt.»

Verläuft alles nach Plan, werden die Sofortmassnahmen bis Herbst 2013 umgesetzt. Der Stadtrat ist überzeugt, «dass mit den Massnahmen sichere und attraktive Verhältnisse für den Langsamverkehr in diesen stark durchmischten, innerörtlichen Gebieten geschaffen werden können.»

Einwohnerrat: Freitag, 25. Januar, 19.30Uhr, Rathaussaal.