Lupfig

«Minipferde können ‹süchtig› machen», sagt die Lupfigerin Monika Kuhn

Monika Kuhn aus Lupfig organisiert jeweils das Plauschturnier mit Minipferdchen in Brugg. Neben ihr steht Star Guinevere.

Monika Kuhn aus Lupfig organisiert jeweils das Plauschturnier mit Minipferdchen in Brugg. Neben ihr steht Star Guinevere.

«2007 habe ich mein erstes Minipferd gekauft», sagt Monika Kuhn. Inzwischen sind es sechs Pferdchen, die in einem umgebauten Freilaufstall in Birr leben. Monika Kuhn organisiert das Brugger Plauschturnier, das am nächsten Wochenende stattfindet.

«2007 habe ich mein erstes Minipferd gekauft», sagt Monika Kuhn aus Lupfig. Inzwischen sind es sechs Pferdchen, die allesamt in einem eigens für sie umgebauten Freilaufstall in Birr leben. Sie können jederzeit auf den angrenzenden Sandplatz, auf die Weide dürfen sie jeweils nur für ein paar Stunden. «Sie sollten nicht zu viel Gras fressen, deshalb dürfen sie nicht den ganzen Tag auf die Weide», sagt Kuhn, die sich schon von Kindsbeinen an für Pferde interessierte.

Damals hat sie die Pferde in der Nachbarschaft gestriegelt und ausgemistet, um sie dann auch reiten zu dürfen. Später hat sie sich selber Pferde angeschafft. Geritten werden sie allerdings nicht mehr von ihr, sondern von ihrer Schwester und einer guten Freundin. Denn neben ihrem 80 Prozentjob als Hochbauzeichnerin in einem Architekturbüro bleibt Monika Kuhn nicht mehr allzu viel Zeit. Und jene, die bleibt, verbringt sie bei ihren Minis in Birr. Amerikanische Miniaturpferde sind eine wohlproportionierte Miniaturausgabe von Pferden und haben ein Stockmass unter 86 cm. Man sagt, sie seien früher als Spielgefährten der Königskinder der europäischen Königshäuser gezüchtet worden.

Tier muss Besitzer vertrauen

Zum Tagesablauf gehören für Monika Kuhn nebst Füttern und Stallausmisten auch Bodenarbeiten mit den Tieren. Dabei gilt es etwa, über Stangen zu gehen, auf ein Podest zu stehen, durch Wasser zu waten oder rückwärts zu gehen. «Das Tier getraut sich nur, solche Dinge zu tun, wenn es dem Besitzer vertraut», erklärt Kuhn.

Und um genau solche Übungen gehts unter anderem auch am Plauschturnier in Brugg. Oder aber darum, einen Geschicklichkeits-Parcours zu absolvieren, bei dem das Kind auf dem Pony sitzt und von einer Führperson begleitet wird. Die weiteren Disziplinen Horse & Dog sowie die Olympiade sind einzigartig und werden bisher nur am Plauschturnier in Brugg angeboten. «Vor fünf Jahren haben wir mit 36 Starts begonnen, heuer werden es 193 sein», hält die Organisatorin fest.

Jeder Teilnehmer erhält eine Plakette und ein Flots (Pferdeschleifen) als Andenken. Und ein jeder darf sich am Gabentisch bedienen. «Möglich ist das nur dank unseren zahlreichen Sponsoren», sagt Kuhn. Mühe, Gönner zu finden, hat das OK vom Plauschturnier nicht. «Im Gegenteil, einige sind von sich aus auf uns zugekommen», hält die 49-Jährige erfreut fest. Auch Monika Kuhn wird am Plauschturnier mit drei ihrer Minis mit von der Partie sein. Sie schätzt an den Minipferden, dass sie «wifer» seien als Pferde. «Sie sind anhänglich, sie spielen gerne und für mich sind sie wie eine Mischung aus Pferd und Hund», sagt die Lupfigerin. Eine Mischung, die süchtig mache, fügt sie lachend an.

Für Monika Kuhn ist die Arbeit mit den Minis und das Tierporträtmalen ein idealer Ausgleich zu ihrem Bürojob. Ein Ausgleich, den sie nicht mehr missen möchte. Sagt’s und macht sich auf, um die letzten Vorbereitungen fürs Plauschturnier in Angriff zu nehmen.

Das Plauschturnier findet in der Reithalle des Kavallerie-Reitvereins Brugg statt und zwar am Samstag, 2. August ab 10.30 Uhr sowie am Sonntag, 3. August, ab 8 Uhr. Internet: www.krvbrugg.ch

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