Der Verkehr auf der Industriestrasse in Lupfig nimmt zu, bei der Einmündung in die Bahnhofstrasse kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen – speziell auch für Velofahrer und Fussgänger, die in diesem Bereich die Fahrbahnen überqueren.

«Aufgrund von Verkehrserhebungen und einer umfassenden Analyse haben Gemeinde und Kanton gemeinsam entschieden, den Knoten in einen provisorischen Kreisel umzubauen», erklärt Kreisingenieur Giuliano Sabato vom kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU).

«Die Lösung bietet zum einen für den Fussgängerverkehr eine sichere Verbindung über die Bahnhofstrasse zum Bahnhof und zum anderen kann die Leistungsfähigkeit des Knotens auf lange Sicht gewährleistet werden.» Erforderlich seien nur kleine bauliche Anpassungen. Konkret vorgesehen sind neue Strasseninseln, neue Randabschlüsse sowie neue Markierungen und eine neue Signalisation. Der bestehende Fussgängerstreifen über die Industriestrasse wird leicht verschoben. Gerechnet wird mit Kosten von 180 000 Franken. Die Gemeinde hat an diese einen Beitrag von 60 Prozent zu leisten.

Rückblick: Eine Studie des BVU kam zum Schluss, dass die Kreuzung gemäss Verkehrszählung in ihrer heutigen Form kaum noch Leistungsfähigkeitsreserven hat. «Schon bei geringen Zunahmen des Verkehrs auf den untergeordneten und/oder den übergeordneten Strömen muss mit längeren Wartezeiten oder gar Stau gerechnet werden», lautete das Fazit.

Problematisch für die Verkehrssicherheit der Fussgänger-Querungsstelle über die Bahnhofstrasse seien hauptsächlich die gefahrenen Geschwindigkeiten. «Die Lage dieses Abschnitts mit nur einseitiger Bebauung mit grossvolumigen Industriebauten ist mit ein Grund, warum die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 60 km/h festgelegt ist.»

Grundsätzlich ist gemäss BVU absehbar, dass sich das Verkehrsaufkommen am Knoten in Zukunft laufend steigern wird. Als Grund genannt werden die geplanten Projekte im Umfeld. «Die Verkehrszunahme dürfte sich dabei leicht über dem normalen Mass bewegen, da der Industrie- und Gewerbestandort als Entwicklungsschwerpunkt gilt.»

Die Projektpläne für den Minikreisel liegen bis 24. Mai auf der Gemeindeverwaltung in Lupfig auf. Verläuft alles reibungslos, können die Massnahmen ab Juli umgesetzt werden. Dauern werden die Bauarbeiten voraussichtlich rund zwei Wochen.