Bezirk Brugg
Mindestens 15 Schüler: Klassen sollen grösser werden

Die Mindestzahl an Schülern, die eine Klasse benötigt, dürfte steigen. Neu soll eine Schulklasse mindestens aus 15 Schülern bestehen, statt aus 12. Vor allem für kleine Gemeinden stellt das eine Herausforderung dar.

Dean Heizmann
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Im Bezirk Brugg sollen die Schulklassen grösser werden. Neu soll eine Klasse mindestens aus 15 Schüler bestehen (Symbolbild)

Im Bezirk Brugg sollen die Schulklassen grösser werden. Neu soll eine Klasse mindestens aus 15 Schüler bestehen (Symbolbild)

Aargauer Zeitung

Auf das Schuljahr 2017/18 hin soll die Mindestanzahl Schüler, die eine Primarklasse als Existenzberechtigung benötigt, von 12 auf 15 angehoben werden. Das könnte eng werden für die eine oder andere Gesamtschulklasse im Bezirk Brugg. Vor allem in Gemeinden mit einer überschaubaren Einwohnerzahl wie Mandach oder Habsburg ächzen die Gesamtschulen bereits unter den bestehenden Mindestanforderungen und kämpfen praktisch jedes Jahr um genügend Schüler.

Ob die neue Regelung Tatsache wird, ist theoretisch noch ungewiss. Da es sich um eine konkrete Gesetzesänderung handelt, muss zuerst der Grosse Rat grünes Licht geben. Dieser hat sich im Mai zum ersten Mal mit dem Thema auseinandergesetzt, das vom kantonalen Departement Bildung, Kultur und Sport als «Teil einer Entlastungsmassnahme» betitelt wird. Bei einer Zustimmung ist die Inkraftsetzung der neuen Untergrenze auf den 1. August 2017 angesetzt.

Keine Schule akut gefährdet

Aus momentaner Sicht ist keine Primarschule im Bezirk akut durch die Anhebung gefährdet. Die Schülerzahlen sind stabil. Das liegt auch daran, dass externe Schüler, also solche die aus anderen Dörfern kommen und die Gesamtschulen besuchen, die Schülerzahlen nur geringfügig anheben.

Derzeit besuchen 20 Schüler die Gesamtschule der 300-Seelen-Gemeinde Mandach. Das Pendant in Rüfenach mit 900 Einwohnern, unterrichtet zur Zeit mehr als 30 Primarschüler. In der 400 Einwohnergemeinde Habsburg sind es ebenfalls 20. Was passieren würde, wenn eine Schule keine 15-köpfige Klasse stellen kann, ist nicht ganz klar. Eine Schulschliessung käme zwar infrage, aber auch diese erfolgt durch einen Grossrats-Beschluss, würde also nicht kurzfristig umgesetzt.

Schulen haben offene Stellen

Das Schuljahr 2015/16 neigt sich langsam dem Ende zu. Den Schülern stehen die langersehnten Sommerferien vor der Tür, die sie brauchen, um ausgeruht ins nächste Schuljahr zu starten. Bevor dieses am 8. August losgeht, müssen einige Schulen noch Personalprobleme lösen und vakante Stellen besetzen.

Die Schule Riniken hat auf der Internetseite des Kantons noch drei Stellen, zwei davon als Primarlehrer(in) und eine in der Heilpädagogik, ausgeschrieben. Auch die Schule in Birrhard befindet sich auf Mitarbeitersuche, hier sind noch zwei Stellen als Primarlehrer/-in offen. Einen driftigen Grund zur Besorgnis gibt es vonseiten der Schulen jedoch keinen. Beide führen zurzeit dementsprechend Bewerbungsgespräche. Die Stellen werden vermutlich bis zum nächsten Semester erfolgreich besetzt sein.

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