Die durch Zuzüge aus der Region verstärkten Instrumentalisten boten im Ortsteil Oberbözberg unter der schwungvoll-präzisen Leitung von Jürg Schäpper ein bunt gemischtes Programm, das schwergewichtig aus immer wieder gern gehörter Volksmusik aus Böhmen und Mähren bestand.

Von den – inklusive Zugaben – insgesamt 18 vorgetragenen Kompositionen waren die Hälfte temperamentvolle Polkas, bei denen das Publikum besonders aktiv mitging. Aber auch die Stücke aus anderen Stilrichtungen kamen an, was auf die von Herzblut getragene Leistung der in der 4. Klasse Harmonie spielenden Blasmusikformation zurückzuführen ist. Einen wesentlichen Anteil am im Laufe der Zeit gestiegenen und nun konstanten Niveau hat Jürg Schäpper, welcher 2013 anlässlich des 60-jährigen Bestehens der MG Bözberg sein 10-Jahr-Jubiläum als deren Dirigent feiern konnte.

Dafür gibts Spezialapplaus

Der Einstieg in den ersten Konzertteil brachte eine abwechslungsreiche Abfolge von Marsch («Ein Hoch den Musikanten»), Choral («Gebet eines Musikanten»), Polka («Faszination Blasmusik» im Arrangement von Timo Dellweg, Schöpfer der Jubiläumskomposition «Hochzeit auf dem Bözberg»), Walzer («Navrat z Cziny»/«Heimkehr aus der Fremde») und Rock («I will follow him»). Das Publikum honorierte die Darbietung der Titelmelodie aus dem Film «Sister Act» mit einem Spezialapplaus. Danach wurde Francine Jordi mit «Das Feuer der Sehnsucht» die Reverenz erwiesen, und in zwei Polkas kam die MG Bözberg weiter in Schwung.

Nach der Pause spannte sich der Bogen vom Konzertmarsch «Abel Tasman», welcher an den Nationalpark auf Neuseelands Südinsel und an dessen Namensgeber, einen holländischen Seefahrer, erinnert, bis hin zu den berühmten Polkas «Egerländer Traum» und «Auf der Vogelwiese». Dazwischen erklangen vorab Guido Henns anspruchsvolle Polka «Mährischer Tango» und Peter Rebers berührender Song «I wünsche dir».

Gasttrompeter sorgt für Furore

Mit besonderem Enthusiasmus kündigte Ansager Markus Crausaz Glenn Millers Swing «In the mood» an, in dem der Schinznacher Gasttrompeter Coni Baldinger für Furore sorgte und entscheidend zur vom Auditorium gewünschten Wiederholung beitrug. Ein Evergreen erster Güte war auch der mit viel Gefühl vorgetragene hymnische Walzer «Moje Ceska Vlast» («Meine böhmische Heimat») von Ladislav Kubes.

Mit zwei Zugaben – einer Schnellpolka und dem von den Musikanten gespielten und gesungenen Sechzigerjahre-Hit «Bis bald auf Wiedersehn» des legendären Ernst Mosch – sowie Ehrungen klang das Programm aus. Mit Freude vermerkte Präsident Walter Liebi, dass die MG Bözberg mit Marianne Ehrler aus Riniken neu über einen weiblichen Fähnrich verfügt.