Einwohnerrat

Mehr Oberstufen-Schulgeld für Windisch von den Partner-Gemeinden

In Brugg gehen auch Jugendliche aus Birr, Habsburg, Hausen, Lupfig und Mülligen in die Oberstufe. (Symbolbild)

In Brugg gehen auch Jugendliche aus Birr, Habsburg, Hausen, Lupfig und Mülligen in die Oberstufe. (Symbolbild)

Der Einwohnerrat von Windisch entscheidet am Mittwoch über den neuen Schulvertrag sowie über die neue Schulgeldberechnung. Den Vertrag hat Windisch mit den fünf betroffenen Gemeinden ausgehandelt.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Oberstufenstandort Windisch und den Partnergemeinden funktioniert zwar bis heute einwandfrei. Allerdings: Nicht mehr einverstanden ist Windisch mit den aktuellen Beiträgen pro Schüler.

An der nächsten Sitzung des Einwohnerrats steht deshalb am Mittwoch, 17. Juni, der Gemeindevertrag mit den Gemeinden im Eigenamt über die Aufnahme von Schülern an die Oberstufe zur Diskussion. Entschieden wird ebenfalls über die neue Schulgeldberechnung. Es soll eine faire, partnerschaftliche Finanzierung erreicht, Transparenz über die Verteilung der Kosten geschaffen sowie die Information und Kommunikation verbessert werden, hält der Gemeinderat fest. Eine nachhaltige Lösung für alle Partnergemeinden und die Standortgemeinde sei das Ziel.

Hart um die Sache gerungen

Der Hintergrund: Windisch ist seit Jahren Oberstufenstandort. Grundlage zur Berechnung der Beiträge pro Schüler ist die Schulgeldverordnung, die 1998 letztmals angepasst wurde. «Im Vergleich zu einer Vollkostenrechnung werden dabei die Betriebs- und Anlagekosten bei weitem nicht gedeckt», führt der Gemeinderat aus. Zudem trage die Standortgemeinde das volle Investitionsrisiko. Die Behörde spricht von einem finanziellen Malus, der sich 2013 auf 320 000 Franken belief – zum Vorteil der zuweisenden Gemeinden.

Im Hinblick auf die immer knapper werdenden finanziellen Mittel hat der Gemeinderat Windisch mit den Partnergemeinden Verhandlungen über eine Lösung aufgenommen worden. Es sei intensiv diskutiert und hart um die Sache gerungen worden. Schliesslich konnten die offenen Punkte geklärt und ein Kompromiss gefunden werden.

Ein respektables Ergebnis

Stimmen die Gemeindeversammlungen in Birr, Habsburg, Hausen, Lupfig und Mülligen zu, treten die Schulverträge per 1. August 2015 in Kraft. Für das Schuljahr 2015/16 beläuft sich das Schulgeld pro Realschüler neu auf 6958 Franken (bisher 6664 Franken); bei den Sekundarschülern vorgesehen sind 6853 Franken (bisher 5669 Franken), bei den Bezirksschülern 6440 Franken (bisher 5543 Franken).

Anders ausgedrückt: Mit dem neuen Schulvertrag steigen die Zahlungen der Partnergemeinden um rund 180 000 Franken pro Jahr im Vergleich zu heute. Dieses Verhandlungsergebnis entspricht laut Gemeinderat Windisch zwar nicht dem angestrebten Ziel von 320 000 Franken, sei jedoch respektabel – gerade unter dem Aspekt, dass für die Erhöhung der Schulgelder keine rechtliche Grundlage bestehe.

«Die Erarbeitung des Vertrags erforderte Kompromisse von allen Vertragsgemeinden», fasst der Gemeinderat zusammen. «Die Mitglieder der verantwortlichen Arbeitsgruppe sind überzeugt, dass mit diesem Vertrag eine für alle Gemeinden faire und gute Lösung vorliegt. Die Verhandlungen waren intensiv, aber stets fair.»

Einwohnerrat Mittwoch, 17. Juni, 19 Uhr, Gemeindesaal, Gemeindehaus 8. Stock.

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