Mehr Einwohner, mehr Bauprojekte – und die Gemeinde Windisch entwickelt sich munter weiter. Die Abteilung Planung und Bau braucht deshalb mehr personelle Ressourcen. Über die Aufstockung entscheidet der Einwohnerrat an seiner Sitzung am kommenden Mittwoch.

Mit rund 1000 neuen Einwohnerinnen und Einwohnern sei das Bevölkerungswachstum in den letzten sechs Jahren überdurchschnittlich gewesen, führt der Gemeinderat in seiner Botschaft aus. Viele grosse Bauprojekte seien in dieser Zeit fertiggestellt oder aufgegleist worden. Im Hinblick auf die Inkraftsetzung der neuen Bau- und Nutzungsordnung (BNO), fährt die Behörde fort, sei wieder mit einer Zunahme der Anzahl Baugesuche zu rechnen.

Abteilung zählt 80 Mitarbeitende

Für die Verwaltung und die angegliederten Betriebe habe diese Entwicklung Auswirkungen. «Einerseits müssen mehr Dienstleistungen erbracht werden, andererseits werden diese immer komplexer und deren Bearbeitung anspruchsvoller. Die Anforderungen – gerade im Bereich des Bauens – steigen stetig.» Für die Baubewilligungen, die Raumplanung sowie die gemeindeeigenen Infrastrukturen ist die Abteilung Planung und Bau zuständig mit – samt den angegliederten Teilbereichen – insgesamt rund 80 Mitarbeitenden. Die Gesamtverantwortung trägt Abteilungsleiter Roland Schneider. Ihm sind sechs Mitarbeitende direkt unterstellt.

Zurzeit ist der Kernbereich der Abteilung Planung und Bau mit 390 Stellenprozenten knapp besetzt, stellt der Gemeinderat fest. Damit den aktuellen Herausforderungen und Problematiken begegnet werden könne, sei eine langfristige Aufstockung der personellen Ressourcen um eine Vollzeitstelle unausweichlich. Denn viele Dienstleistungen könnten nicht mehr zeitnah erbracht werden. Zudem bestehe die Gefahr, dass die Qualität unter dem enormen Druck leide und Grossprojekte nur durch den Einkauf von externen Dienstleistungen umgesetzt werden könnten.

Genügend Projekte stehen an

Konkret vorgesehen ist, im Bereich der Raumplanung eine 60-Prozent-Stelle zu schaffen, um die Vorhaben in diesem Bereich professionell begleiten zu können. «Mit den Gestaltungsplänen ‹Sonne› und ‹Via Romana› sowie dem gestarteten Prozess zum Gestaltungsplan ‹Dohlenzelg› und den in Aussicht stehenden Planungsverfahren ‹im Winkel›, ‹Gleisfeld›, ‹Bachthalen› sowie der Entwicklung Kabelwerke stehen genügend Projekte an, welche ab sofort und für eine längere Zeit die Schaffung eines eigenen Bereichs Raumplanung rechtfertigen», so der Gemeinderat. In der Administration sei eine Stellvertretung sicherzustellen, wofür ein Pensum von 40 Prozent vorzusehen sei.

Für die Besetzung der neuen Stellen wird für das laufende Jahr mit Kosten von 36'000 Franken gerechnet, ab 2020 mit wiederkehrenden Kosten von 115'000 Franken. Um die Fülle von Aufgaben in guter Qualität bewältigen zu können, müssten genügend personelle Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, steht für den Gemeinderat fest. «Nur wenn diese Ressourcen vorhanden sind, kann sich die Gemeinde Windisch weiterhin als dienstleistungsorientierte und attraktive Gemeinde positionieren und die aktuelle positive Dynamik aufrechterhalten.»