Brugg
Mehr Aufgaben, grösserer Aufwand: Die Schulleitungen sind am Anschlag

Im Einwohnerrat stehen Pensenerhöhungen für die Schulleitung und die Schulverwaltung zur Diskussion. Denn die Aufgaben häufen sich und der Aufwand wird immer grösser. Es geht dabei um einen Kredit von 66’000 Franken und einen von 38’700 Franken.

Michael Hunziker
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Schulverwaltung und Schulleitung müssen in Brugg ausgebaut werden. (Symbolbild)

Schulverwaltung und Schulleitung müssen in Brugg ausgebaut werden. (Symbolbild)

KEYSTONE

Die Führungsstruktur der Schule Brugg ist gut aufgestellt, das zweistufige Führungsmodell wird nicht infrage gestellt. Aber: Mit den bewilligten Ressourcen sind die Schulleitungen derzeit nicht in der Lage, die Arbeiten nach Pflichtenheft zu bewältigen. «Hohe Überstundensaldi und nicht adäquat erfüllte Pflichtenhefte sind die Folge», stellt der Stadtrat fest.

Diese Situation soll sich ändern. Der Einwohnerrat entscheidet an seiner ersten Sitzung in diesem Jahr am 6. März über eine Erhöhung des Pensums der Schulleitung um 20 Stellenprozente auf neu 420 Stellenprozente und den dafür nötigen Betrag von 66’000 Franken sowie über eine Erhöhung des Pensums der Schulverwaltung um 40 Stellenprozente auf neu 260 Stellenprozente und einen jährlich wiederkehrenden Kredit von 38’700 Franken.

Modell bewährt sich

Der Hintergrund: Die Schulleitung Brugg wurde auf Anfang 2004 eingeführt. Sie besteht aus einer Gesamtschulleitung mit einer zentralen Schulverwaltung – zur Entlastung – sowie Schulleitungen in den Schuleinheiten. Sowohl die Schulpflege und die Schulleitungskonferenz als auch die externe Schulevaluation sind zum Schluss gekommen, dass sich das zweistufige Modell bewährt.

Während die Schulleitungen vor allem die personelle und pädagogische Führung übernehmen, ist die Gesamtschulleitung für die Unterstützung der Schulpflege und für Gesamtführungsaufgaben zuständig: Finanzen, Qualitätsmanagement, Unterstützung und Beratung der Schulleitungen, Schulraumplanung oder Koordination der jährlichen Pensen-Planung und gesamtschulischer Projekte.

Vorreiterin und Anlaufstelle

Der Stadtrat weist in seiner Botschaft an den Einwohnerrat darauf hin, dass sich die Aufgaben und Pflichten in den letzten Jahren verändert oder zugenommen haben und der Aufwand auf verschiedenen Gebieten gestiegen ist. Überdies habe die Schule Brugg eine Zentrumsfunktion inne «und ist in diversen Bereichen Vorreiterin, Auskunftsstelle, Koordinatorin und Anlaufstelle bei Fragen».

Ein Abbau von bisher wahrgenommenen Aufgaben wird nicht in Betracht gezogen, «weil dadurch Qualitätseinbussen in Kauf genommen oder bewusst Arbeiten liegen gelassen werden müssten», so der Stadrat. Dies könne gegenüber Mitarbeitenden, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern nicht verantwortet werden.

Einwohnerrat Brugg, Freitag, 6. März, 19.30 Uhr, Rathaussaal.