Brugg
Medizinisches Zentrum Brugg setzt rasante Entwicklung fort

Am 5. Januar 2013 würde das Bezirksspital 100 Jahre alt – im April nächsten Jahres wird daran erinnert. Zudem wird das Haus der Medizin offiziell eröffnet.

Elisabeth Feller
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Das Haus der Medizin wird im April in Brugg eröffnet
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Der Spatenstich im Januar 2012 mit Otto H. Suhner, zweiter von links; zweiter von rechts ist Architekt Markus Schärer vom Architekturbüro Fugazza Steinmann Partner in Wettingen
Haus der Medizin - Spatenstich am 20. Januar 2012
Das Haus der Medizin im Bau - Aufnahme vom März 2012
Architekt Markus Schärer vom Wettinger Architekturbüro Fugazza Steinmann Partner

Das Haus der Medizin wird im April in Brugg eröffnet

Chris Iseli

Der Unternehmer Otto H. Suhner bringt es auf den Punkt: «Die Schliessung des Bezirksspitals Brugg am 31. Dezember 2005 war ein Schock, aber danach ist etwas entstanden – das Medizinische Zentrum Brugg.»Das MZB hat innert Kürze eine Entwicklung durchgemacht, die laut Hans Bürge, Geschäftsleiter Stiftung Gesundheit Brugg, «in der Schweiz ihresgleichen sucht.» Noch ist kein Ende abzusehen: Weitere Vorhaben im Hinblick auf Gesundheit und Altern sind östlich sowie westlich der Fröhlichstrasse am Tun: Das neue Pflegezentrum mit 104 Betten; eine Demenzstation mit 25 Betten, 90 Einheiten «Betreutes Wohnen» sowie ein Beratungs- und Dienstleistungszentrum.

Dies alles wird auf dem Gelände des einstigen Bezirksspitals oder in unmittelbarer Nähe davon angeboten: Eine geballte Ladung medizinischer Dienstleistungen, deren sichtbarstes Zeichen derzeit das Haus der Medizin ist. Selbst Architekt Markus Schärer vom Wettinger Architekturbüro Fugazza Steinmann Partner reibt sich verwundert die Augen, war doch erst am 20. Januar 2012 der Spatenstich für das 10,5 Millionen Franken teure Projekt erfolgt. Nun ist das Haus fertig und wird im Januar 2013 die ersten Mieter empfangen können. Das Haus der Medizin rundet das mannigfache medizinische Angebot auf dem Areal ab, etwa mit Gastroenterologie, Urologie, Rheumatologie, Neurologie und Psychiatrie, um nur einiges zu erwähnen.

Im Haus der Medizin werden aber nicht nur spezialisierte Fachärzte situiert sein, sondern auch eine Gemeinschaftspraxis, die anfänglich von 7 bis 19 Uhr, bei zunehmender Ärztezahl dann von 7 bis 22 Uhr geöffnet hat. Komplettiert wird das Angebot von der Süssbach-Apotheke, die auch den Notfalldienst in der Region Brugg übernimmt. Alles in allem sind über 50 Disziplinen vertreten, die 250 Arbeitsplätze generieren. Alles läuft wie geplant – die Schliessung des einstigen Bezirksspitals liegt weit zurück. Aus der einstigen Stiftung, die das Wort Bezirksspital in ihrem Namen führte, ist im Oktober die von Rolf Alder präsidierte Stiftung Gesundheit Region Brugg geworden. Daran knüpft auch der neue Oberbegriff an, der seinen Niederschlag bald in einer einheitlichen Beschriftung finden wird. «Das Medizinische Zentrum Brugg wurde zwar sehr bekannt», betont Alder, «ist aber die spezifische Bezeichnung eines Leistungsanbieters und der Name ‹Süssbach› ist nie so richtig heimisch geworden. Deshalb haben wir uns – gemeinsam mit dem benachbarten Alterszentrum – auf einen neuen Begriff geeinigt, der für alles, was hier bereits entstanden ist und noch entstehen wird, gelten soll: Gesundheitszentrum Brugg.» Auf diesen Namen wird man in der Stadt Brugg sehr bald stossen; zudem wird das Gelände an der Fröhlichstrasse gut erkennbar mit dem neuen Oberbegriff gekennzeichnet werden.

100 Jahre Bezirksspital und Haus der Medizin: Beide werden im April 2013 gefeiert. Nicht mit einem Tag der offenen Tür, sondern mit offenen Türen – bei zwei Häusern logisch.